Briefe aus einer Schweren Zeit

Briefe aus einer Schweren Zeit

Gesammelt und übertragen von Hans Weiss im Jahre 1970
Rosmarie Grabitz
2008
209 Seiten
kart.
ISBN 978-3-940862-01-3
27,90
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Seit in den 90er Jahren die "neuen" Staaten Mittel - und Osteuropas mehr in den Blickfeld gerückt sind, gewinnen auch Flucht und Vertreibung der Deutschen aus diesen Ländern ein wachsendes Interesse. Der Zusammenbruch des Deutschen Reiches beendete den 800 Jahre währenden Einfluß in den Ländern Mittel- und Osteuropas. Dies begann im Baltikums schon mit der Umsiedlung 1939 auf Grund des Hitler Stalinpaktes. Den hier veröffentlichten Briefen werden zeitgeschichtliche Ergänzung aus Dokumenten und Veröffentlichungen gegenüber gestellt und machen so den politischen Hintergrund deutlich, der in den Briefen selbst nur eine marginale Rolle spielt. Es sind Dokumente eines familiären Zusammenhaltes der den Mitgliedern der Familie das Leben rettete. Diese restlose Liebe und Verantwortung füreinander jenseits aller ökonomischen Überlegungen wird uns als Botschaft übermittelt.

Lesungen

Der Verlag und seine Partner präsentiert sich hier in zwei Lesungen aus dem Buch. Die Lesung in voller Länge kann jederzeit beim Verlag angefordert werden. Schicken Sie uns einfach eine email!

15.01.10  in Mare Balticum
14.05.09  in Lettrétage

Rezensionen

Die Herausgeberin Rosmarie Grabitz schreibt einleitend zu diesem Buch: "die Erlebnisse der Kriegsgeneration im Zweiten Weltkrieg rücken zunehmend ins Zentrum des historischen wie psychologischen Interesses. Aufarbeitung kann es nur geben, wenn persönliches Schicksal auf dem Hintergrund der damals politischen Lage deutlich wird. Dies darzustellen ist das Anliegen dieses Buches" (S.12). So sind die im Buch veröffentlichten Briefe, die sich die grosse Familie um ihren Vater Hans Weiss in den Jahren 1939 – 1949 schrieb, "in einen politischen und historischen Kontext gestellt worden, der aus Berichten und Zitaten aus verschiedenen Veröffentlichungen den Hintergrund zu diesen persönlichen Zeugnissen zeichnet" (S.14). Tatsächlich ist die für diesen Zweck verwendete Literatur sehr heterogen: Der Bildatlas zur Berliner Jahrhundertausstellung von 1999 "Das XX. Jahrhundert. Kunst, Kultur, Politik und Gesellschaft in Deutschland" und der Katalog zu HistorischenAusstellung im Berliner Reichstagsgebäude "Fragen an die deutsche Gegenwart" kommen ebenso zum Einsatz wie die Faksimilie-Aufgabe von "Der Ruf. Zeitung der deutschen Kriegsgefangenen in USA","Ostfront 1944". Tscherkassy, Tarnopol, Krim, Witebsk, Bobruisk, Brody, Jassy, Kischinew, " von Alexander Buchner und der von Gert von Pistolhkors herausgegebene Band "Baltische Länder". Dabei stehen die gewählten Textausszüge nicht zwingend in direktem Zusammmenhang mit dem Inhalt der Briefe.

Der aus Reval/Tallin stammende Hans Weiss (1904–1987) ist der jüngste Bruder von Helmut Weiss, dem letzten Präsidenten der estländischen deutschen Kulturverwaltung. Infolge der Umsiedlung der Deutschbalten aus Estland gelangte seine Familie in den Jahren 1939-1949 über Berlin nach Leslau/Wloclawec, musste jedoch 1945 von dort noch Schöneiche bei Berlin flüchten. Hans Weiss wurde im gleichen Jahr eingezogen und befand sich bis 1948 in russicher Kriegsgefangenschaft. 1949 flüchtete die Familie erneut und kam 1950 über Hochneukirch im Rheinland schliesslich nach Hamburg.

Das Buch gliedert sich nach einem kurzen Lebenslauf von Hans Weiss und einer Einführung in die Thematik in acht Kapitel: 1939/1940(Umsiedlung nach Deutschland – Arbeitssuche - Situation in Estland - Krieg) , 1941 (Ansiedlung Warthegau – Familienleben – weiterer Kriegsverlauf), 1944 (Bedrohung – schwere Verluste – erste Fluchten), 1945 (Treck der Familie nach Schöneiche bei Berlin – Einberufung und Kriegsgefangenschaft von Hans Weiss – Überleben in Schöneiche – Tod des Großvaters – Nachrichten aus Westdeutschland – Die Familie hungert), 1946 (Erste Nachrichten über Heimkehrer – Hunger und Krankheit – Hilfe der Verwandtschaft, 1947 (Immer noch Hunger, Kälte, Krankheit, Einsamkeit und Sehnsucht nach dem Mann und Vater), 1948 (Rückkehr von Hans Weiss im Dezember), 1949 (letzte Briefe von der Flucht in den Westen). Es folgt ein knappes Nachwort über das weitere Schickal der Familie.

In der Einführung fasst die Herrausgeberin den Inhalt der Briefe bereits summarisch zusammen und zieht zugleich ein kurzes Fazit:

"Die hier veröffentlichten Briefe sind nicht als Zeitdokument zu verstehen, sondern Mittel einer lebhaften Kommunikation innerhalb einer grossen Familie, die das Überleben sicherte. Sie bezeugen einen familiären Zusammenhalt, der uns heute Lebenden unglaublich erscheint. [...] Diese Familienverbundenheit spielt in den Briefen eine überragende Rolle. Es fällt auf, dass Verlust von Hab und Gut, Strapazen von Flucht und Treck wenig thematisiert wurden und kaum Klagen darüber zu finden sind. Die Politik und die politische Lage finden ebenfalls kein Echo (S.14). Diese Briefe zeigen Achtung, Verantwortung für den anderen und eine große Liebe untereinander. Alle materiellen Güter[...] waren bis auf den letzten Besitz verlorengegangen."

"Die Briefe drücken keine grosse Trauer darüber aus.[...] Der Blick für das Wesentliche, die große Liebe untereinander jenseits aller materiellen und ökonomischen Überlegungen, das ist die Botschaft dieser Briefe (S.17). Fazit dieser Briefe; in zehn Jahren 1939-1949, drei Fluchten, dreimal die alte und neue Heimat und die gesamte Habe verloren – aber nie den Lebensmut" (S.15).

So steht bei diesem Buch vor allem die Darstellung und Aufarbeitung von Familiengeschichte in den zehn Jahren nach Kriegsbeginn im Vordergrund. Gleichermaßen schreibt Rosmarie Grabitz auch zu Beginn: "Dieses Buch soll ein Denkmal für eine Familie sein, allen voran für die Mutter[...]" (S.11). Die Briefe werden von einigen schwarz – weiß Abbildungen (Fotos und Dokumente) aus dem Besitz der Herausgeberin begleitet. Kurze Erklärungenbzw. Ergänzungen (z.B. zu einzelnen Personen oder Orten) wurden direkt in die Briefe eingefügt oder in Fußnoten vermerkt.

Es sei allerdings angemerkt, dass der "seit über 800 Jahre[n] währende[n] Einfluss[es] der Deutschen in diesen Ländern nicht 1945 beendet wurde" (S.13), sonder 1939 mit der Umsiedlung der Deutschbalten sein Ende fand – ja nachdem wie "Einfluss" interpretiert wird, muss in diesem Kontext zudem das Jahr 1918 genannt werden, als die Deutschbalten von der führenden Schicht in die Rolle einer nationalen Minderheit wechselten. Zudem sei erwähnt, dass die Umsiedlung aufgrund der deutsch – sowjetischen Vereinbarungen im Zusammenhang mit dem Hitler–Stalien-Pakt die sogenannte "Diktierte Option" (D.A. Loeber). nicht nur "damals" (S.13), sondern auch heute noch "Umsiedlung" heißt. Schließlich sei betont dass die gelegentlich verwandte Bezeichnung "Baltendeutsche" (z.B. S.14) vor allem in den 1930er – Jahren gebräuchlich war. Nach Begründung der selbständigen Staaten 1918 und heute bezeichnen sich die baltischen Deutschen als "Deutschbalten". Leider lassen sich im Buch zahlreiche (v.a. formale) Flüchtigkeitsfehler finden – ein weiteres Korekturlesen wäre vor der Publikation zu begrüssen gewesen.

Das Buch schließt mit einem Literaturverzeichnis, dem eine einheitliche Darstellungsweise bestimmt gut getan hätte, einer (leider ebenfalls sehr uneinheitlichen) Ortsnamenkonkordanz, einem Familien-Stammbaum, einer kurzen Biographie der Herausgeberin sowie einem Publikationsverzeichnis des Verlags.

Kathrin Laine Lehtma 
Aus dem Jahrbuch des Baltischen Deutschtums
57: 2010(2009) S.231 - 233

 


 

»Seit der um das Jahr 2000 in Deutschland begonnenen öffentlichen Diskussion um ein "Zentrum gegen die Vertreibung" haben Flucht und Vertreibung in der Folge des Kriegsendes 1945 in Biographie, Publizistik und Wissenschaft Konjunktur. In dieses Umfeld gehören auch die herausgegebenen Familienbriefe 1939–1949 des Hans Weiss, die die 1942 in Leslau geborene Herausgeberin zum Druck gegeben hat…

So können die Leser das Schicksal der Familie vom Kriegsbeginn 1939 bis zur Flucht nach Westdeutschland verfolgen, von der Umsiedlung aus Estland in das besetzte Polen, den Warthegau, über den Treck der Familie in die Sowjetische Besatzungszone, die Nachkriegsjahre und die Rückkehr von Weiss aus der russischen Kriegsgefangenschaft und die Flucht in den Westen. Das Ergebnis ist mit sehr viel Liebe und Engagement herausgegeben, gut lesbar und durchaus Empathie weckend.«

W.K. / ABDOS Mitteilungen 28, 2008, Nr. 2, S. 40

Aktuelles

Ich bin ein Bibliothekar

Gotthold Ephraim Lessing war einer. Er gab der Wolfenbüttler Bibliothek das Gesicht eines Lern- und Wissenszentrum. Antonio Panizzi formte das British Library Museum zu der effektiv arbeitende British Library um und gab ihr ein prägendes Gebäude. Benjamin Franklin mit seinen Vorschlägen zur Systematik förderte die Gründung öffentlicher Bibliotheken in Frankreich und Gallardo legte die ersten Grundlagen für ein von Aufklärung und Liberalismus getragenes Bibliothekswesen in Spanien. Leider musste er diese Ideen mit zeitweiligen Gefängnisaufenthalten bezahlen, anders als die Bibliothek für Ausländische Literatur in der Sowjetunion, in der eine große Anzahl verdächtiger Intellektueller für Jahre vor der Perestroika Arbeit und Schutz fanden. Die Lebenskrise der Bibliothekare in der Bundesrepublik wurde von Rainer Strzolka traurig und komisch dokumentiert in: Der Bibliothekar – ein Monodrama, von den slowenischen Kollegen mit Vergnügen übersetzt.

Bibliotheken bildeten immer den Hintergrund kultureller Blüte, wie die Übersetzungsschulen in Toledo, die gleichzeitig die ersten Leihzentrale bildeten und damit die Klöster des frühes MA mit Wissen und Möglichkeiten des Studiums ausstatteten. Daher ist es kein Wunder, dass die Bibliothek von Alexandria vor einigen Jahren neu aufgebaut, zu einem nationalen Erbe Ägyptens wurde, die in der Revolution vor einigen Jahren von allen Bewohnern geschützt wurde, wie David Lankes in Erwarten Sie mehr, 2017 berichtete.

Es waren Bibliothekare, die im Hintergrund, sehr oft intensiv ihrer Aufgabe verpflichtet, in das Zentrum des Interesses rückten. Graue Maus oder Literaturluder, das Bild der Bibliothekarin in der Belletristik ausgewählter Länder nennt Cornelia Fix ihre 2008 erschienene BA- Arbeit. Dieser Trend wurde durch Veröffentlichungen und andere Medien verstärkt, die das Bild der Bibliothekarin zeichneten, sehr oft mit einer leicht negativen Tendenz, altmodische, nicht zeitgemäß, oft komisch. Hemdesusen, diesen Titel erhalten sie in einem Bericht über einen Kongress öffentlicher Bibliotheken in den 50er Jahren.

Veröffentlichungen und Kommissionen über das Berufsbild folgten auf Kongressen und Tagungen. Altmodischer Habitus bestimmten den Ton des Unzeitgemäßen dieser Berufsgruppe von der Kritik bis hin zur persönlichen Beleidigung. Als die Informationswissenschaft begann die Informationsvermittlung zu erobern und Ideen eines sich lohnenden Marktes das erste große staatliche Förderprogramm in der Bundesrepublik bestimmten, nivellierte sich in vielen Ländern weiter der Ruf der Bibliotheken zu veralteten unbrauchbaren Einrichtungen, besonders des Personals, das diesem neuen Zeitgeist und rapiden Entwicklung nicht gewachsen sei.

Der smarte Manager hielt Einfluss. Eingangs heftig beklatscht, wie der unglückselige Manager von Bertelsmann mit seinem Preisgesang auf die totale und kontrollierte Beherrschung der geistigen Welt, besonders der Musik durch das Internet in einer internationalen Tagung in Berlin in den neunziger Jahren.

Guten Tag haben Sie Bücher dagegen, dieses Tagebuch einer öffentlichen Bibliothek in Berlin-Marzahn zeichnet die unermüdliche Informationsarbeit seines Personals für jedermann bis hin Einrichtung von Schreibwerkstätten.

Und dann kam Corona !!! und bürdete alle Fehler der Vergangenheit, fehlende Informationsarbeit etc. Familien, Frauen, Kindern und der ärmeren Bevölkerung auf.

Folgen noch unbekannt.

Nun diese Satire.

Eine altbacken scheinende Beschreibung eines

Menschen, der diesen Beruf liebt und mit ihn tief zufrieden ist. Administrativen Aufgaben wie Rechnungslegung etc unterzieht er sich ohne Widerspruch. Nur die Absurdität der neuen Aufgaben einer smarten Managerin unter der Zerstörung seiner für die Bibliothek so wichtigen Kompetenzen erkennt er nicht. Oder doch???

Die neue Managerin erreicht schnell ihr Ziel. Sie wird auf eine neue Stelle in Brüssel berufen. Er wird ihr Nachfolger.

Wir wollen ihn nach Deutschland einladen für Lesungen und Begegnungen. Er spricht Deutsch. Die Diskussion über die Corona Krise zeigte deutlich, dass politisch das Potential der Bibliotheken nicht gesehen und eingesetzt wird.  Warum nicht? Versuchen wir es doch mit einer Satire:

Wir würden gerne Herrn Christer Hermansson zu einer Lesung/ Veranstaltung einladen und könnten einen Antrag auf Förderung der Reisekosten stellen. Wir brauchen einen Partner. Wer hat Interesse??? Angedachter Termin Ende Jan/Februar 2021.

Rufen Sie uns an unter 030-44739575 oder schicken Sie uns eine Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Kontakt: Telefonisch 030 44739675 oder per email: infoBitte melden unter 030 – 44739575 oder per email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder auch postal an die Verlagsadressse. Interesse??? bitte melden sie sich beim Simon-Bw-Verlag Tel. 030-44739575 oder per Email: info@simon -bw.de oder per email:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fake News und wir. Neue Formen der Macht und des Wissens

Vor einer Dekade veröffentlichte die junge Bibliothekarin und Pädagogin Eva Homeyer Informationskompetenz in Grundschulen. Probleme und Perspektiven für Schüler und Lehrer ISBN 978-3-940862-03-7.Das Buch war hervorragend recherchiert, seht gut geschrieben und erhielt auch ausgezeichnete Kritiken. Es wurde nicht verkauft, daher nehmen wir an, dass es nicht gelesen wurde.       

Fake News, Propaganda und Desinformation im Digitalen Raum ISBN 978-3-945610-55-5 nennt Johannes Elia Panskus sein Buch, das auf der Büchermesse in Leipzig 2020 vorgestellt werden sollte. Eine Entwicklung von 10 Jahren im Vergleich zu dem Buch von Homeyer bei der Digitalisierung, ein Lebensalter, was eigentlich Fortschritte aufzeigen sollte und doch mit der Coronankrise das ganze Elend der Digitalen Entwicklung in diesem Land nur anhand dieser Publikationen vor Augen führt. Mangelnde Ausstattung mit hardware, wie eine fehlende Integration in den Unterricht, die die nicht wahrgenommene Verantwortung auf den Schultern einiger leidenschaftlicher nerds ablegte, die aber weder durch eigene Weiterbildung noch durch Unterstützung der Schulleitungen, mögen es die Schulen selber oder deren höheren Funktionen sein, umgesetzt wurde. Politische Digitalpakte helfen dann weniger, wenn nicht der Erwerb der digitalen oder Informationskompetenz als Zielvorgabe definiert und verfolgt wird.

Die Corona Krise brachte es an den Tag, als von heute auf morgen, Kinder mit Hilfe der elektronischen Medien unterrichtet werden sollten und es bedurfte dem Beispiel einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen, in der der Unterricht wirklich de facto in dieser Art stattgefunden hat. – Ohne Eltern und ohne genervte Kinder. Der Ministerpräsident von Thüringen will weitere Lockerungen der Corona Verbote, um die Wut der Mitbürger und die Flut der Fake News einzudämmen. Was für eine Verwechslung von Ursache und Wirkung. Fake News sind nicht Folgen eine Wut, sondern Folgen mangelnder Ratio und wie die Familienministerin bei der montäglichen TV Sendung von hart aber fair sagte, die sogenannten digital natives können das Internet in ihrer Tiefe und Breite nicht nützen, es sind digitale Verbraucher, die Amazon jetzt einen Riesengewinn bescheren, aber nicht als Informationsquellen nutzen, die den fake News den Boden entziehen würden.

Mit der Aufklärung der Neuzeit bekam der Glauben an Teufel und Hexen neuen Auftrieb, manchmal auch genutzt von der Kirche, um Menschen in ihrem gehorsamen Unglauben zu lassen. Wenn die Kirche auch damals geglaubt haben mag, ihre Macht auf diese Art zu bewahren, es war ein Irrtum.  Der Staat von heute möge es die nationale, kommunale oder Länder-Ebene sein, deren Interesse dem Machterhalt oder Zuwachs gilt,  sie sollte diesen Irrtum nicht verfolgen. Es hört sich einfach an und verliert doch durch die Wiederholung jede Wahrheit. Fake News, irrige Ansichten lassen sich nicht durch einmalige Gespräche aus der Welt schaffen, sondern nur durch Informationen, den rechten Zugang zu ihnen und den Umgang mit diesen Werkzeugen. Mit zwischen Informationsflut und Wissenswachstum – Bibliotheken als Bildungs-und Machtfaktor der modernen Gesellschaft wies W. Umstätter schon vor Jahren auf diesen Paradigmawechsel in der Macht hin, und verknüpfte ihn mit der Forderung nach einer neuen Infrastruktur, auch den Wechsel und die neue Wertigkeit, die Information und Wissen mit sich brachte und bringt. Dies hat sich nun neu bewahrheitet. Corona bringt es an den Tag. Dies  und wurde nicht nur von einem Teilnehmer des unten genannten Hart aber fair in das Publikum getragen. Viele Mittel für die Lufthansa aber anscheinend immer noch keine für die Zukunft. Wie wird unsere Zukunft aussehen, wer wird sie sichern? Ungeklärte Fragen und keine Antwort.              

Unsere Autoren- eine Hommage des Simon-BW-Verlages

Der Simon-BW- Verlag wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Das ist nicht alt. Er ist immer noch der Benjamin im Vergleich zu vielen älteren und größeren Verlagen. Wir wollen auch die Schwierigkeiten kleiner selbstständiger Verlage durch keinen Bericht unseres Kampfes ums Überleben ergänzen, sondern wir wollen dem Fundus unserer Arbeit, unser Zentrum, unsere Überlebensbasis, den Quell unserer Freude in unserer täglichen Arbeit in den Mittelpunkt dieser Chronik stellen, unsere Autoren.

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Stephan Büttner

Wie sich die Informationswissenschaft in der digitalen Transformation behauptet

Zwei vielversprechende Ansätze, um sich immer wieder neu zu etablieren

Stephan Büttner (Hrsg.), Die digitale Transformation in Institutionen des kulturellen Gedächtnisses - Antworten aus der Informationswissenschaft, Simon Verlag für Bibliothekswissen, Berlin 2019.

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Information Literacy darf nicht nur ein Traum sein.

Open Access hieß die Devise, als das Internet die Hoffnung auf freien Zugang zu alles Informationen ohne Schranken versprach. Information Literacy wurde gefordert, damit alle nicht nur den Zugang zu den Informationen hatten, sondern auch im vollen Umfang nutzen konnten. Aber schon vor mehr als zwanzig Jahren, damals belächelt von allen Informationssprofis, veranstaltete die Friedrich Ebert Stiftung einen Kongress zum Hass im Internet. Aktuell ist deutlich geworden, nicht nur Hass und Verleumdung, sondern Fehl-, Falsch und Desinformationen verfälschen die Räume und Träume vom barrierefreien Open Access.

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Fake- News: - Fehl Falsch- und Desinformation

Open Access war die Devise , als das Internet die Hoffnung auf freien Zugang zu alles Informationen ohne Schranken versprach. Information literacy wurde gefordert, damit alle mit dem neuen Medium umgehen konnten und  nicht nur den Zugang zu den Informationen hatten sondern auch im vollen Umfang nutzen konnten. Aber schon vor mehr als 20 Jahren, damals  belächelt von allen Informationssprofis, veranstaltete die Friedrich Ebert Stiftung einen Kongress zum Hass im Internet . Die Gegenwart zeigt uns heute, nicht nur Hass und Verleumdung, sondern Fehl Falsch und Desinformationen  verfälschen die Räume und Träume des Open Access. Schon Stefan Hauff-Hartig. Fehl-Falsch und des Informationen aus dem Blickwinkel der Informationswissenschaften weist auf die Kenntnis des Kontext  hin, um den Wahrheitsgehalt von Informationen zu entschlüsseln. Willi Bredemeier erfragt von Spezialisten und Hochschullehrern Die Zukunft der Informationswissenschaft, hat die Informationswissenschaft eine Zukunft ? Gegenwart und Zukunft, Perspektiven, Forschungsfronten und Fragen an die Folgen der Digitalsierung sind nur einige Punkte der hier vorgelegten Untersuchung .Mit dem Sammelwerk  Die digitale  Transformation in Institutionen des kulturellen Gedächtnisses hat Stefan Büttner Antworten aus der Informationswissenschaft auf die Umwälzungen der Digitalisierung herausgegeben. Nicht nur Bibliotheken und Forschung sondern auch Museen und  Institutionen stehen  vor Forderungen einer neuen Zusammenarbeit, die von jedem digital literacy erfordert und damit die  früher geforderte information literacy dramatisch weiter entwickelt.  Diese information literacy wird nur von einigen Institutionen und Wissenschaftlern  gefordert, sondern von jedem einzelnen, damit er nicht verständnislos in einer Welt verloren geht, die sich dramatisch verändert.

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Die andere Bibliothek

BRIEF AN EINE ALTBEKANNTE von Richard David Lankes – als Vorbereitung für den Bibliothekartag Juni 2018 in Berlin und für die Zukunft

Liebe Bibi,

Du bist nicht die einzige Bibliothekarin, die sich Sorgen um die Zukunft der Bibliotheken macht. Entweder bekommt man gesagt, Büchereien seien altmodisch oder überflüssig geworden, oder man hört, dass Bibliotheken in Zukunft eher als eine Art Stadtteilzentrum fungieren sollen, eher Erlebnisse als Lesefähigkeit und Bildung vermitteln sollten. Du fragst Dich, warum wir eigentlich ein neues Bibliothekswesen benötigen, das die Rolle der Büchereinen - und Deine eigene - in einer modernen und diversen urbanen Gesellschaft neu denkt.

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