Schreibt der Tagesspiegel am 22. Juli  2017und begann damit eine Debatte darüber, dass Stadtbibliotheken wie Bäckereien, Kinos, Blumenläden  und Supermärkte sonntags öffnen sollten. Nicht die Angestellten in den  Bibliotheken sträuben sich dagegen, sondern ein Arbeitsgesetz, dass schlicht und einfach  geändert werden kann. Was zum Schutz einer Bevölkerung erdacht wurde, wendet sich jetzt gegen  sie. Das Lob des Koalitionsvertrages für die Bibliotheken, sie sind die meistgenutzten  Kultureinrichtungen der Stadt  ist ohne Innovation und Reformen dieser Einrichtungen eine Leerformel,  denn eine Nutzung aller Bürger zu jeder Zeit gehört dazu.

Erwarten Sie mehr schreibt R.David  Lankes an  die Bürger in den Kommunen und fährt fort: Zugang hat keinen Einfluss auf Wissen und Entwicklung  wenn man nicht gleichzeitig über Zugang zur Bildung, Wirtschaft, Möglichkeiten, gute Schulen, gute Nahrung, gute Schulen und gute Ressourcen spricht. Wie wahr, dass der Zugang zum Internet , wenn auch als Grund erforderlich, keine Garantie für Aufklärung, Wissen und Vernunft bietet weiß heute jeder. Wer aber gibt Zugang zu gutem Rat , objektiven Ressourcen, gemeinsamen Spaziergängen der Familien zu Fakten und Wissen ohne politischen und ökonomischen Hintergedanken…die Bibliotheken.

Man nehme nur die Dissertation von Helgas Schwarz Das Deutsche Bibliotheksinstitut im Spannungsfeld zwischen Auftrag und politischem Interesse  zur Hand . um zu wissen  und zu erfahren, wie wenig politische Entscheidungsträger um die Rolle der Bibliotheken für die Kommune wussten und einschätzten. Heute ist diese Rolle wichtiger denn je, wie Lesen macht keinen Lärm zeigt. Bibliotheken haben eine Antwort auf die technologischen Herausforderungen gefunden und sind nicht nur ein Erkenntnisspeicher, sondern sie weisen den Weg durch ein von verschiedenen Interessen zerrissenen Informationsdschungel.  Bibliotheken sollen nicht nur Sonntags geöffnet werden wie Beispiele in MönchenGladbach und Bremen und in großer Zahl im Ausland zeigen, sie sollten der Mittelpunkt der Community werden egal wie diese sich definiert. Communities sollten Bibliotheken fordern, die ihnen helfen, einen Weg durch ein Informationsdschungel zu finden mit Bibliothekaren als objektive. Kenntnisreiche und  zum Nutzen der community arbeitende Mitglieder. 

Aktuelles

Lesen, Lesen, Lesen

Bücher, Lesen, Bibliotheken sie schienen so ganz den Tritt der Modernen Zeit verloren zu haben

Doch das größte Lese- und Bücherfest öffnet wieder seine Toren und lädt alle ein, Mangas, Kinder, Alte Leute, Lesepaten, Lesefreunde  und alle, die die Kommunikation mit einem Autor und die Freude an einer schönen Geschichte haben, die jeden Tag , das Leben verschönert und lebenswert macht.

Die Leipziger Buchmesse vom 15.-18. März lädt nach Leipzig ein und wir sind wieder dabei.

Wo:  in der Halle 4 A105

Raum ist in der kleinsten Hütte. Kommen Sie zu uns und lernen Sie unsere Neuerscheinung kennen : Über das Erbe des kommunistischen Russlands: Der Garten der zerbrochenen Statuen von  Marianna Tax Choldin. Das Ringen der Autorin mit dem Zensor in der Geschichte Russlands und in ihrer Bibliothek in den USA. Vorgestellt von Silke Sewing am 16. März um  16.00 Uhr

Auch bei Leipzig liest sind wir wieder dabei: Im Fachforum I, Halle 5 Stand E600  Dr. Helga Schwarz Das Deutsche Bibliotheksinstitut , im Spannungsfeld zwischen Auftrag und politischem Interesse. Eine Analyse über das Scheitern deutscher Bibliotheks- und Bildungspolitik in den neunziger Jahren durch mangelndes Interesse  und Einsatz nicht nur der Kulturpolitiker sondern auch der eigenen Berufs verbände. Das aufkommende Internet führte nicht zu einer Stärkung der Bibliotheken und ihrer Aufgabe beim Internet und digitalen Können sondern zur Abwicklung dieses einzigen  zentralen Instituts in Deutschland.

Miszellen I. Der Einsatz des Simon-BW Verlages für die zeitgenössische Musik ist ungebrochen, wird aber immer schwieriger. Dieses hoch anspruchsvolle Solo Klarinettenwerk wird vom Solisten Georg Wettin aus Dresden gespielt. Wie gerne würde der Verlag die Achse Dresden.-Berlin ausbauen und verstärken- Heimat und Region – verbunden musizierend.

Am 17.3 um 16.30 im Musikcafé Halle 4 Stand A 401

Er war nicht nur ein Erneuerer. Er hat die zeitgenössische Musik nach Deutschland gebracht Mit Rihm machte er einen Schubert Film, Hespos schrieb mehrere Auftragswerke und Cage schrieb sein letztes Werk für sein Ensemble 13 Manfred Reichert, (Pierre Henry:Letzten Endes kommt es auf die technische Ausrüstung gar nicht an, ich hätte mich mit einer Trommel, einer kleinen Flöte einem Mikrophon und einer Schere begnügen können) Fremder Ort Heimat. Vorgestellt von Art Oliver Simon am Freitag den 16. März gegen 19.00 in der IHK zu Leipzig im Rahmen der Veranstaltung Unabhängiger Verlage.   

Besuchen Sie uns und sehen sich unsere Bücher an, sie sind geöffnet und können von jedem in die Hand genommen werden. Wir würden uns sehr freuen, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Sollten Sie ein Buch erwerben wollen, geben Sie uns Ihre Adresse: wir schicken das Buch Ihnen ohne Kosten zu.  Sie können weiter die Messe besuchen und sich auf eine heimatliche Lektüre freuen. Wir verschaffen Vergnügen ohne Last. 

Nein, sie ist nicht tot- Kreativität lebt- wenn man sie hört

Gänzlich neue Hörerfahrungen und intensivste Form der Kommunikation bietet das Art Ensemble auf seiner Tournee durch Deutschland und der Schweiz, Berlin, Fulda, Stuttgart, Basel. Ein Programm mit 4 Uraufführungen von Komponisten, die nicht einer wie auch immer gearteten Klangwelt dienen, sondern Klang wieder zum Erlebnis werden lassen. Alle sehr unterschiedlichen Kompositionen  erschließen neue Zugänge  und werden  von dem Art Ensemble mit hoher Konzentration und einem kommunikativen Miteinander gestaltet, das Freude an der Musik vermittelt  und damit über den Rahmen eines gewöhnlichen Konzerts Neuer Musik  hinausgeht 

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Eine Debatte um die Vergangenheit des Bibliothekswesens ist eine Debatte über ihre Zukunft

Von Elisabeth Simon

Helga Schwarz, Das Deutsche Bibliotheksinstitut: Im Spannungsfeld zwischen Auftrag und politischem Interesse“, Simon-Verlag für Bibliothekswissen, Berlin 2017. Nach dem Medienhype um Helga Schwarz – mit 82 Jahren promoviert! – und den Erörterungen ihres Buches durch Karsten Schuldt in libreas und Willi Bredemeier in Open Password, beides Autoren meines Verlages, nun also die Vorstellung des Buches vor dem Berliner Arbeitskreis für Information.

Es kamen viel mehr Zuhörer als man in der Julischwüle und am Ende des Semesters realistischerweise hätte erwarten können. Darunter befanden sich nicht nur Senioren, die die Abwicklung des DBI seinerzeit miterlebt hatten, sondern auch junge Repräsentanten der Bibliotheks- und Informationsbranche, die wissen wollten, warum das einzige Zentralinstitut des deutschen Bibliothekswesens scheiterte. Auch wenn ich als Verlegerin des Buches von Schwarz zugegebenermaßen pro domo spreche, eines erwies sich auch hier, es liegt eine der wichtigsten Neuerscheinungen des Jahres zum Bibliothekswesen vor. Denn wie sollten wir über die Erneuerung und gegebenenfalls der Reform des deutschen Bibliothekswesens angemessen debattieren und zur Tat schreiten können, wenn wir nicht auf die seinerzeitigen Erfahrungen mit dem DBI zurückgreifen?

Und ein weiteres Fazit: Die Grundlagen für eine Debatte über den Untergang des DBI und die daraus ziehenden Konsequenzen für die deutschen Bibliotheken scheinen mir mit dem Auftritt von Helga Schwarz vor dem Berliner Arbeitskreis für Information gelegt. Nachdem ich bereits die Beiträge von Schuldt und Bredemeier auf meiner Website www.simon-bw.de eingestellt habe, lade ich alle Interessierten zu weiteren Erörterungen auf meiner Plattform ein. Mails bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Auch Open Password möchte sich an der Debatte beteiligen.

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Besser spät als nie!

schwarz fertig

Besser spät als nie mit diesen Worte schaffte es die Bibliotheks- und Informationswissenschaft auf die Titelseite von Bild /Berlln und Brandenburg Streiks, Umwälzungen, Reformen , waren keines Berichtes würdig. Noch nie war eine solcher PR. Gag der  Bibliotheks- und Informationswissenschaft gelungen, was jetzt am 18. April einer 80 Jährig Dissertantin so strahlend gelang  und ausgerechnet mit einem Thema, das der Politik ein Handeln vor Augen führt. deren Folgen sich mit der Zeit nicht verflüchten werden, sondern an negativem Gewicht gewinnen.

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