Im Vergleich zum Theater oder dem Konzertsaal gelten Stadtbibliotheken als besonders informell und niedrigschwellig: Sie stehen jedermann, Erwachsenen und Kindern, offen, sie liegen üblicherweise inmitten der Städte und ihr Besuch ist mit geringen bis keinen Kosten verbunden. In den Stadtgesellschaften der Gegenwart könnten öffentliche Bibliotheken mit einem erweiterten Angebot eine prominente Rolle übernehmen, wenn es darum geht, wichtige Medienkompetenzen zu vermitteln sowie die Chancen auf kulturelle Teilhabe gerechter zu verteilen. Als städtische, nicht-kommerzielle Orte bieten sie einen Raum für das Miteinander verschiedenartiger Kulturen. Mit ihrem neuen Programm will die Kulturstiftung des Bundes diese neue Handlungsrolle von Stadtbibliotheken in Deutschland würdigen. Ein antragsoffener Fonds wird innovative Projekte von Stadtbibliotheken fördern, die dazu beitragen, diese als offene Orte der Begegnung zu etablieren. Programmbegleitend dienen Workshops, Informationsangebote und Veranstaltungen der Vernetzung und dem internationalen Erfahrungsaustausch zwischen den Bibliotheken. Die Kulturstiftung des Bundes fördert das Programm für Stadtbibliotheken in den Jahren 2018-2022 mit 5,6 Mio. Euro.

www.kulturstiftung-bund.de/stadtbibliotheken

in: Kulturstiftung des Bundes Nr. 30 Frühling /Sommer

Berlin ist in den Jahren der Hypes zu einer Stadt im Jugendwahn geworden ……  Aber es gibt Zeiten im Leben, in denen man sich fragt, wie es in der Feierabendmetropole um die Lebensqualität steht ….Berliner Tristesse rechtfertigt in jedem Städteranking Platzierungen zwischen Lagos und Ulan Bator schreibt der Journalist Werner von Berber im Tagesspiegel vom 29. September dieses  Jahres. 

Wie merkwürdig, diese von den Touristen so geliebte Stadt keine Lebensqualität für die Einwohner? Touristen kommen ja zum Glück nur selten mit einer dysfunktionalen Kommune in Kontakt und haben so keinen Zugang zu einem tristen Alltag. Sie sehen nicht oder doch die tausendfach angebotenen Speisen unter den Bahnbögen, die Freiluftsitze für alle bieten, die gerne auch als Zuschauer am flanierenden Stadtleben teilhaben und doch fast  nie mit der internationalen Küche in Kontakt kommen, wenn Bratwurst oder Leberkäse das gastronomische Angebot beherrschen.

Aktuelles

Amazon – Seien Sie sorgfältig !

Nicht jedes Buch, was Sie bei Amazon bestellen, wird an den Verlag weitergegeben. Bestellen Sie direkt bei uns per Email oder auch telefonisch. Jedes Buch aus unserem Verlag wird Ihnen innerhalb eines Tages geliefert.

Hat der einzelne subjektive Komponist noch eine Zukunft? – über das Berliner Oaarwurm Festival 2018 für komponierte Musik

Es passt in die gegenwärtig aufgeregte Digitalisierungsdebatte, dass  Oaarwurm 4.0 sein Festival mit der Frage begann Komponieren analog oder digital ? und dazu 5 Experten eingeladen hatten, die sich  in einem R.T. dieser Frage stellten (moderiert von A-.O. Simon) Allen Teilnehmern: Frau Dr. Gisela Nauck Chefredakteurin der Fachzeitschrift Positionen, Michael Quell, Komponist und Hochschullehrer, Dr. Roland Jerzweski, Literaturwissenschaftler und Europa Experte. Dr. Gerhard Koch, Journalist, FAZ und Professor Dr. Rolf Großmann, Universität Lüneburg, FB Digitale Medien und Auditive Gestaltung waren einige Punkte zu Gestaltung des Gespräches vorher  zu gegangen. Außerdem hatten sie die Erinnerungen des Manfred Reichert: Fremder Ort Heimat, Berlin 2018 erhalten. Dieses Buch ist mehr eine Geschichte der Rezeption von Neuer Musik als eine persönliche Lebenserinnerung, weil sich in den zahlreichen hier veröffentlichten Rezension der Konzerte von M. Reichert die Rezeption Neuer Musik spiegelt, deren Anfänge Reichert in ersten Konzerten dem deutschen Publikum näher gebracht hatte.

Weiterlesen ...

Gezügelte Leidenschaft Das Neo- Quartet Danzig auf dem Festival Oaarwurm 4.0 in Berlin

Ich kann natürlich keinen genauen Vergleich ziehen,  aber im Laufe  meiner Rezensionstätigkeit Neuer Musik für den Verlag Simon-BW war das Konzert des Neos Quartett vom 30.8 in der Brotfabrik Weissensee schlicht eine Offenbarung.  Komponieren – analog oder digital , hat der einzelne Komponist noch eine Zukunft?  fragte der R.T. b ei der Eröffnungsveranstaltung im Kulturhaus Friedrichshain. Die Diskussion lief auf die Frage zu, was Musik bewirkt. Der Einsatz technischer Mittel, so meisterhaft beherrscht von den digital natives, wie sie Gisela Nauck nannte, wurde auf seine  Möglichkeit, geprüft, Menschen zu berühren .

Weiterlesen ...

OaarWurm Festival 2018

Das OaarWurm Festival 4.0 für komponierte Musik vom 24.-25.8. und vom 30. August bis 2. September 2018 im Kulturhaus Alte Feuerwache, Berlin Friedrichshain, Brotfabrik Weißensee und Hartmannsdorf bei Berlin.

Es gilt als ein Festival des Austauschs und der Kommunikation. Es sieht sich als ein primäres Medium für die von Berliner Komponisten präsentierten neuen Arbeiten, die dem genuinen und ganz eigenen Lebensgefühl dieser Stadt in ihren Werken auf der Spur sind, und die hier zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Weiterlesen ...

Die andere Bibliothek

BRIEF AN EINE ALTBEKANNTE von Richard David Lankes – als Vorbereitung für den Bibliothekartag Juni 2018 in Berlin und für die Zukunft

Liebe Bibi,

Du bist nicht die einzige Bibliothekarin, die sich Sorgen um die Zukunft der Bibliotheken macht. Entweder bekommt man gesagt, Büchereien seien altmodisch oder überflüssig geworden, oder man hört, dass Bibliotheken in Zukunft eher als eine Art Stadtteilzentrum fungieren sollen, eher Erlebnisse als Lesefähigkeit und Bildung vermitteln sollten. Du fragst Dich, warum wir eigentlich ein neues Bibliothekswesen benötigen, das die Rolle der Büchereinen - und Deine eigene - in einer modernen und diversen urbanen Gesellschaft neu denkt.

Weiterlesen ...