Michael Wahlmüller

Michael Wahlmüller ist 1980 in Linz geboren. Er studierte an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, später an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und an der Universität Wien in den Fächern Komposition, Dirigieren, Violoncello, Schulmusik, Psychologie und Philosophie. Er ist Gründer und Dirigent des Ensemble Lentia Nova 2004, dessen künstlerischer Leiter, Gastdiri- gent unterschiedlicher Orchester und Chöre und künstlerischer Leiter des Oberösterreichischen Schubertorchesters. 2009 gründet er die Konzertreihe Albertus Magnus in Wien.

Er unterrichtet am Albertus Magnus Gymnasium Wien, der Vereinigung von Ordensschulen Ös- terreichs und an der Privaten Pädagogischen Hochschule Linz. Vorstandsmitglied der Österreichi- schen Gesellschaft für zeitgenössische Musik (ÖGZM), des Österreichischen Musikrates (ÖMR) und Kuratoriumsmitglied des Internationalen Festivals „Musica sacra über die Grenzen“.

Er wurde durch mehrere Preise ausgezeichnet: Kulturförderungsstipendium der Stadt Linz für Komposition (2011), Talentförderungsprämie des Landes Oberösterreich für Komposition (2012), Preisträger beim Internationalen Kompositionswettbewerbs für zeitgenössisches Lied des Simon Verlages Berlin (2012), Theodor Körner Preis für Komposition (2013), 2. Preis beim Internatio- nalen Gustav Mahler Kompositionswettbewerb (2013), „Ink Still Wet“-Ausschreibungswettbewerb des Internationalen Festivals Grafenegg, Honorary Diploma „3rd Edison Denisov Composition Competition“ (2013), Internationaler Kompositionswettbewerb „kompolize“ Berlin (2013).

Born in Linz 1980 he studied at the private university Anton Bruckner in Linz and subsequently at the university of music and theatre and at the Vienna University in the following subjects: compo- sition, conducting, cello, music in schools, psychology and pedagogics. He is founder and conductor of the ensemble Lentia Nova (2004) and its artistic director. He founded the Albertus Magnus se- ries of concerts in Vienna.

He gave instructions at the Albertus Magnus School, Vienna, the association of Monk schools in Austria and at the private University for pedagogics in Linz. He is member of the management board of the association for contemporary music in Austria of the Österreichischen Musikrat (ÖMR) and member of the board of trustees of the international festival „Musica sacra über die Grenzen“.

As conductor he is associated with different orchestras and choirs and is artistic director of the Austrian Schubertorchestra. He composed over 150 compositions and received numerous different awards. His works are documented in several broadcastings and CD productions, they are as well published at the DLPV publisher and Simon Verlag für Bibliothekswissen.

Aktuelles

Zum Tod des Karlsruher Dirigenten Manfred Reichert

Die 13 als Glückszahl


Manchmal werden durch Chuzpe Weichen gestellt, wird der Lebensweg in die entscheidende Bahn gebracht. So bei Manfred Reichert. Er hatte in Karlsruhe Musik studiert, war nach dem Staatsexamen zeitweise als Kritiker für die Badischen Neuesten Nachrichten unterwegs und als Gymnasiallehrer tätig, gehörte seit fünf Jahren zur Musikredaktion des in Baden-Baden ansässigen Südwestrundfunks (SWR) und nun, Ende 1972, beflügelte ihn der Wunsch, ein dreizehnköpfiges Ensemble zu dirigieren, das aus Streichern des SWR-Sinfonieorchesters bestand. Reichert wandte sich an den Konzertmeister, bot als Gegenleistung einen Auftritt in Karlsruhe an: „Der Vorschlag war verrückt, tollkühn, ich muss nicht recht bei Sinnen gewesen sein“, schrieb der Musiker später rückblickend.

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Reichert Nachruf

Manfred Reichert

Wir wussten, dass er todkrank krank war, wir sind dankbar, dass wir seine Erinnerungen, sein Vermächtnis, seine Leidenschaft und seinen Kampf um die Neue Musik herausgeben durften - wir sind sehr sehr traurig, dass er heute verstorben ist:

Manfred Reichert

Dirigent, Festivalgestalter, Universitätsprofessor, Gestalt - und Traumtherapeut, Bildermaler

Er schaute zurück auf fünfeinhalb Jahrzehnte zwischen 1961, Abitur und Studienbeginn und der Gegenwart 2017. Von 1967 bis 1983 Musikredakteur beim Südwestfunk Baden - Baden, von 1973 bis 2007 Dirigent des von ihm gegründeten Ensemble 13 von 1981- 2017 Künstlerischer Leiter des ebenfalls von ihm gegründeten Karlsruher Festivals Wintermusik und Musik auf dem 49 ,' 1983 bis 1988 künstlerischer Leiter des städtischen Teils der Europäischen Kulturtage Karlsruhe

Ideengeber, von 1985-1987 Leiter der ersten Projektgruppe des ZKM, Karlsruhe, 1995- 2007 Professor für Neue Musik an der Johannes Gutenberg Universität Mainz Seit 2000 Gestalt und Traumtherapeut , seit 2012 Maler .

(Manfred Reichert : Fremder Ort Heimat. Manfred Reichert und das Ensemble 13.

Eine Spurensuche.

Berlin 2918, 268 Seiten, mit Fotos,softcover 23.50 ISBN 978-3-945610-41-1)

Leipziger Büchermesse in stürmischen Zeiten

Einer medialen Flurbereinigung – dem Ausschluss „rechter Verlage“ hatte der Direktor der Leipziger Büchermesse ruhig und besonnen widerstanden und auf die  Präsentation aller Verlage und den offenen Zugang aller zu allen Angeboten bestanden. Ein Motto, den die Bibliotheken mit Open Access seit Jahren verfolgen und der auch die Vorstellung des Buches von Marianna Tax Choldin. Der Garten der zerbrochenen Statuen beherrschte. Auf den Spuren der Zensur in Russland, vorgestellt von den beiden Übersetzerinnen im Zwiegespräch landete bei deiner Debatte über Zensur mit den in Halle 4, A, 105 versammelten Bibliothekaren, die ihr Leben lang für den freien Zugang ihrer Nutzer zu Informationen gekämpft haben und heute noch kämpfen. Der Kampf der Bibliothekare um die Anerkennung ihrer Arbeit bestimmte auch Helga Schwarz Das Deutsche Bibliotheksinstitut  im Spannungsfeld zwischen Auftrag und politischem  Interesse, deren Autorin durch das Wetter an ihrem Auftritt  verhindert war; Fachforum 1 Halle 5 E500  Dieser Wintereinbruch  hatte auch der Messe zugesetzt, von einem eisigen Empfang am Hauptbahnhof und der Messe Leipzig mit gefährlich glatten Eingangsbereich, bibbernden Warten auf die Straßenbahn  mit einem wasserdurchlässigen  Glasdach (Hybris der Architekten?).

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Hespos imd A.Simon zum Geburtstag

80 Jahre und kein bisschen weise- wir gratulieren zum Geburtstag unseren Autoren

Hans Joachim Hespos geboren am 13.3. 2018 und Artur Simon,  geboren am 6.5. 1938  verschieden und doch in einem gemeinsam, in ihrer unverbrüchlichen Liebe zur Musik

… Immer wieder neu Anders nennt Hespos sein musikalisches Schaffen, das ihn immer wieder auf neue Wege schickt, neue Formen, neue Instrumente. Was ist die Wirkung von Musik? Sie trifft und braucht keine  Vermittlung (nmz März 2018:4)

Dem würde Artur Simon zustimmen, der sein Leben lang der Musik unmittelbar ausgesetzt war, in fremden Kulturkreisen: Afrika, Indonesien, Neuguinea und doch diesen Musiken  immer auf der Spur. Sie führte  zu der Begegnung mit Dahab dem musikalischen Genie der Nubier und oft  zu der Seele von Gemeinschaften,  die aus dieser Musik lebten und  die wir ohne diese Musik nicht kennen würden.