Maxim Seloujanow

Maxim Seloujanow was born in Moscow/Russia. There and at Mozarteum in Salzburg/Austria under Boguslaw Schaeffer he received his fundamental composer`s education. In the course of his career he individuated as one of the most creative and imaginative composers of his generation. His artistic life is distinguished for his multifarious artistic activities and his deep feeling of belonging to different cultural spaces. Consequently Maxim Seluojanow refers in his musical work to Russian culture as well as to the achievements of the western avant-garde.

A look on his enormously rich catalogue of works tells about never-ending exuberant fantasy, rebellious humor, ludicrous language games and creative spirit of adventure. By listening to his compositions music of high quality reveals a stylistic variety, which refuses itself to a simplifying definition. His music can be powerfully dynamic or kaleidoscopically colorful, insisting nagging or lyrically restrained, concentrated expressive or pictorially associative. In his way Seloujanow always finds a path beyond postmodern randomness and superficiality (from the official document attesting the awarding of a music fellowship by the Bavarian capital Munich, 2004, signed by chief mayor Christian Ude).

Besides his music works – including practically all music genres – Maxim Seloujanow creates poetic, theatrical, artistic and multimedia works, which manyfold are awarded international distinctions. He is a laureate of the Austrian Theodor Körner prize, two times winner of the Herbert von Karajan composition competition and awardee of other international competitions. In 2006 Seloujanow was nominated scholar of the Deutsche Akademie Rom Villa Massimo, and in 2010 he was awarded the 1st prize of the international Gustav Mahler composition competition in Vienna/Austria for his string quartet Irrwische.

 


 

Maxim Seloujanow wurde in Moskau/Russland geboren; dort sowie am Mozarteum Salzburg/Österreich wurde er in der Klasse Boguslaw Schaeffers zum Komponisten ausgebildet. Er vermochte zunehmend, sich zu einem der kreativsten und phantasievollsten Komponisten seiner Generation zu profilieren. Sein Lebensweg ist geprägt von vielfältigen künstlerischen Aktivitäten und seiner selbst empfundenen Zugehörigkeit zu verschiedenen kulturellen Räumen. Entsprechend bezieht er sich in seinem kompositorischen Schaffen sowohl auf die russische Kultur als auch auf Errungenschaften der westlichen Avantgarde.

Ein Blick auf sein höchst umfangreiches Werkverzeichnis kündet von schier überbordender Phantasie, widerborstigem Humor, skurrilem Sprachspiel und stets von kreativem Abenteuer. Die Hörbegegnung mit seinen Werken offenbart eine Musik hoher Qualität, die in ihrer stilistischen Vielfalt auf keinen einfachen Nenner zu bringen ist. Seine Musik kann kraftvoll-dynamisch sein oder kaleidoskopisch-vielfarbig, insistierend-bohrend oder lyrisch-verhalten, konzentriert-expressiv oder bunt-assoziativ. Dabei bewegt sich Seloujanow jenseits postmoderner Beliebigkeit und Oberflächlichkeit (aus der Urkunde zur Vergabe des Musikstipendiums der Landeshauptstadt München 2004, gez. OB Christian Ude).

Neben seinen Musikwerken, die praktisch alle Musikgattungen einschließen, schafft der Künstler poetische, theatralische, bildnerische und multimediale Werke, die oft mit internationalen Auszeichnungen geehrt wurden. Er ist Laureat des österreichischen Theodor-Körner-Preises, doppelter Preisträger des Herbert-von-Karajan- Kompositionswettbewerbs und Gewinner anderer internationaler Wettbewerbe. 2006 war Maxim Seloujanow Stipendiat der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, 2010 erhielt er für sein Klavierquartett Irrwische den 1. Preis beim internationalen Gustav Mahler Kompositionswettbewerb in Wien.

Aktuelles

Zum Tod des Karlsruher Dirigenten Manfred Reichert

Die 13 als Glückszahl


Manchmal werden durch Chuzpe Weichen gestellt, wird der Lebensweg in die entscheidende Bahn gebracht. So bei Manfred Reichert. Er hatte in Karlsruhe Musik studiert, war nach dem Staatsexamen zeitweise als Kritiker für die Badischen Neuesten Nachrichten unterwegs und als Gymnasiallehrer tätig, gehörte seit fünf Jahren zur Musikredaktion des in Baden-Baden ansässigen Südwestrundfunks (SWR) und nun, Ende 1972, beflügelte ihn der Wunsch, ein dreizehnköpfiges Ensemble zu dirigieren, das aus Streichern des SWR-Sinfonieorchesters bestand. Reichert wandte sich an den Konzertmeister, bot als Gegenleistung einen Auftritt in Karlsruhe an: „Der Vorschlag war verrückt, tollkühn, ich muss nicht recht bei Sinnen gewesen sein“, schrieb der Musiker später rückblickend.

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Reichert Nachruf

Manfred Reichert

Wir wussten, dass er todkrank krank war, wir sind dankbar, dass wir seine Erinnerungen, sein Vermächtnis, seine Leidenschaft und seinen Kampf um die Neue Musik herausgeben durften - wir sind sehr sehr traurig, dass er heute verstorben ist:

Manfred Reichert

Dirigent, Festivalgestalter, Universitätsprofessor, Gestalt - und Traumtherapeut, Bildermaler

Er schaute zurück auf fünfeinhalb Jahrzehnte zwischen 1961, Abitur und Studienbeginn und der Gegenwart 2017. Von 1967 bis 1983 Musikredakteur beim Südwestfunk Baden - Baden, von 1973 bis 2007 Dirigent des von ihm gegründeten Ensemble 13 von 1981- 2017 Künstlerischer Leiter des ebenfalls von ihm gegründeten Karlsruher Festivals Wintermusik und Musik auf dem 49 ,' 1983 bis 1988 künstlerischer Leiter des städtischen Teils der Europäischen Kulturtage Karlsruhe

Ideengeber, von 1985-1987 Leiter der ersten Projektgruppe des ZKM, Karlsruhe, 1995- 2007 Professor für Neue Musik an der Johannes Gutenberg Universität Mainz Seit 2000 Gestalt und Traumtherapeut , seit 2012 Maler .

(Manfred Reichert : Fremder Ort Heimat. Manfred Reichert und das Ensemble 13.

Eine Spurensuche.

Berlin 2918, 268 Seiten, mit Fotos,softcover 23.50 ISBN 978-3-945610-41-1)

Leipziger Büchermesse in stürmischen Zeiten

Einer medialen Flurbereinigung – dem Ausschluss „rechter Verlage“ hatte der Direktor der Leipziger Büchermesse ruhig und besonnen widerstanden und auf die  Präsentation aller Verlage und den offenen Zugang aller zu allen Angeboten bestanden. Ein Motto, den die Bibliotheken mit Open Access seit Jahren verfolgen und der auch die Vorstellung des Buches von Marianna Tax Choldin. Der Garten der zerbrochenen Statuen beherrschte. Auf den Spuren der Zensur in Russland, vorgestellt von den beiden Übersetzerinnen im Zwiegespräch landete bei deiner Debatte über Zensur mit den in Halle 4, A, 105 versammelten Bibliothekaren, die ihr Leben lang für den freien Zugang ihrer Nutzer zu Informationen gekämpft haben und heute noch kämpfen. Der Kampf der Bibliothekare um die Anerkennung ihrer Arbeit bestimmte auch Helga Schwarz Das Deutsche Bibliotheksinstitut  im Spannungsfeld zwischen Auftrag und politischem  Interesse, deren Autorin durch das Wetter an ihrem Auftritt  verhindert war; Fachforum 1 Halle 5 E500  Dieser Wintereinbruch  hatte auch der Messe zugesetzt, von einem eisigen Empfang am Hauptbahnhof und der Messe Leipzig mit gefährlich glatten Eingangsbereich, bibbernden Warten auf die Straßenbahn  mit einem wasserdurchlässigen  Glasdach (Hybris der Architekten?).

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Hespos imd A.Simon zum Geburtstag

80 Jahre und kein bisschen weise- wir gratulieren zum Geburtstag unseren Autoren

Hans Joachim Hespos geboren am 13.3. 2018 und Artur Simon,  geboren am 6.5. 1938  verschieden und doch in einem gemeinsam, in ihrer unverbrüchlichen Liebe zur Musik

… Immer wieder neu Anders nennt Hespos sein musikalisches Schaffen, das ihn immer wieder auf neue Wege schickt, neue Formen, neue Instrumente. Was ist die Wirkung von Musik? Sie trifft und braucht keine  Vermittlung (nmz März 2018:4)

Dem würde Artur Simon zustimmen, der sein Leben lang der Musik unmittelbar ausgesetzt war, in fremden Kulturkreisen: Afrika, Indonesien, Neuguinea und doch diesen Musiken  immer auf der Spur. Sie führte  zu der Begegnung mit Dahab dem musikalischen Genie der Nubier und oft  zu der Seele von Gemeinschaften,  die aus dieser Musik lebten und  die wir ohne diese Musik nicht kennen würden.