Höre Hespos!

Höre Hespos!

Der Komponist im Gespräch mit Tobias Daniel Reiser
Hans-Joachim Hespos Tobias Daniel Reiser
2010
115 Seiten
kart. mit CD
ISBN 978-3-940862-23-5
26,00
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Der Komponist Hans-Joachim Hespos ist überzeugt, dass Kunst, nur die Kunst, und an erster Stelle die Musik das Leben verändern kann. Sie öffnet Menschen für neue Erlebnisse und neues Hören und ermöglicht so Kreativität im Leben. Hören ist für Hespos Musik, und Musik ist für ihn alles, was über das Ohr geht. Dieser Komponist choreographiert auch die Bewegungen der Instrumentalisten, so wie er mit einer eigenen Musiksprache sie anregt und herausfordert. Er will in seinem Gesamtwerk alle Sinne ansprechen und so in seiner unbedingten Radikalität immer wieder den verkrusteten Kulturbetrieb herausfordern, der nur noch der flachen Unterhaltung Raum gibt und damit die Kreativität tötet.

Hespos ist nicht nur ein großer, sondern auch ein sehr moderner Komponist. Diese Faszination ist für seinen Gesprächspartner, den jungen Musikwissensschaftler Tobias Daniel Reiser in jeder Zeile dieses Dialogs zu spüren. Es geht um das Hören, um das Komponieren, es geht um die existentielle Wirkung neuer Musik für das Leben. Neue Musik nicht mit pädagogischen Ratschlägen der Vermittlung, sondern unmittelbar von einem großen Komponisten in einem persönlichen Gespräch!

Rezensionen

Aus dem Notenbild sich Musik innerlich hörend zu erschließen, ist für manche höchst erquicklich. Hespos hingegen braucht, nicht nur im Akt des Komponierens, das tatsächliche, sinnlich vollziehbare, die Hörorgane herausfordernde Hören. Mehr noch: »hören ist für mich« – er schreibt wie Brecht alles klein, die Titel seiner Stücke stehen meist in grossen Buchstaben – »ein überlebensnotwendiger vorgang. ohren sind für mich atemorgane.« Jenes Hören sei für ihn »eine offene atembereitschaft«. Nicht zufällig heißt ein Werk von ihm OHRENATMER. Während des Komponierens müsse er stets mit der Aussenluft in Verbindung sein. Auch wenn er drinnen komponiert, solle das Fenster möglichst weit geöffnet sein. Kleine, geschlossene Konzertsäle bereiteten ihm Schwierigkeiten. Auch enge Studios seien nichts für ihn, zum Hören brauche er den offenen Raum. Folgerichtig sind ihm Störgeräusche von außen willkommen. Ein lauttönend vorbeifahrender Polizeiwagen etwa oder eine Straßenbahn. Derlei flösse durchaus in seine Klangtexturen ein.

Höre Hespos! ergänzt das Bild des inzwischen über siebzigjährigen Komponisten aus Ganderkesee nicht nur, es öffnet den Blick in eine Werkstatt, die ihresgleichen sucht. Nicht um Tupfer, Farben geht es, womit sich die Figur rundete und dem Betrieb zusätzlichen Glanz verliehe. Genau das Gegenteil ist der Fall. Höre Hespos! signalisiert eine Ferne zum gegenwärtigen, vermeintlich pluralistischen Betrieb, in jedem Wort. Hört, verehrte Leser, hört, wie sich hier ein höchst produktives gedankenscharfes, kritisches Aussenseitertum kund gibt, dem Jugend nacheifern sollte. Hans-Joachim Hespos ist ein Künstler, dem es – sonst würde er anders reden – wahrlich um das qualitative Überleben Neuer Musik zu tun ist, wo doch das Gros glaubt, alles sei in Butter, alles wohl gefügt, trotz schrumpfender Kassen. Nee, sagt Hespos. Allzu eingeschliffen sei der Betrieb, interessengelenkt, die Musiker allzu abgerichtet auf das Gängige, das Immergleiche. Beklagenswert sei der Mangel an wirklich kühner, die Erstarrungen aufbrechender Gegenwartsmusik. Ein Teil Komponisten sei überzählig, messe sich nicht am Besten, ein Teil gar überflüssig. Und er begründet das. Donaueschingen kennzeichnet Hespos, gefürchtet in Festivalkreisen und darum ignoriert, als »donaueschinger festspielmarkt« und dessen Publikum als »marktpublikum«. Und Hespos fragt in nicht geringem Maße nach Welt, derer, die täglich aus dem Radio tönt, und der grossen, die nach grundlegenden Umgestaltungen geradezu schreit. Nicht allzu viel Schönes entdeckt er, vielmehr ist er erschrocken: »markt und musikindustrie sind dran interessiert, dass die perlenkette der profitproduktion sich ununterbrochen fortsetzt, das einzelne interessiert gar nicht, denn die perlen der ketten sind austauschbar.« Insbesondere aber rankt das Gespräch, das Tobias Daniel Reiser inspiriert geführt hat, um Werke von Hespos und Probleme, dieselben hervorzubringen. Hilfreich ist die beigefügte CD. Sie gibt Einblick ins Hespos-Werk und sie ergänzt die analytischen, musikbetrachtenden Fäden, die das Gespräch knüpft. Das Buch dürfte selbst konservative Geister fesseln. Geballte Erfahrung des Komponisten steht hinter jedem Wort. Zugleich ist des Meisters Gedankentum so inegal, so querstehend, so stolz, so eigensinnig, so vorpreschend, dass man geneigt ist, die Lektüre nicht mehr aus der Hand zu geben.

Dr. Stefan Amzoll in Neues Deutschland Nr.119 Jg. 67
Mai 2012
Dr. Stefan Amzoll in Neue Zeitschrift für Musik 04/2012, Juli 2012

 


 

Es gibt seit einigen Jahren ein Gesetz, das es gewissermaßen unmöglich macht, eine Komposition von Hans-Joachim Hespos werkgetreu aufzuführen: Es handelt sich um das seit einigen Jahren schrittweise eingeführte Verbot von Glühbirnen. In seiner bislang einzigen Literaturoper, dem satirischen Spektakel ITZO-HUX – einem »Spin off« des Romans After Many A Summer von Aldous Huxley für Sänger, Schauspieler, Musiker, Zuschauer, Madonnen, Bodybuilder, Gogo-Girls, Dinge und keinen Chor (!), in dem der Komponist ein lebendiges Schaf auftreten lässt – gibt es eine große stumme Szene für Bühnendinge, in der ruckweise eine an einem Faden hängende, leuchtende Glühbirne heruntergelassen wird, bis sie auf dem Boden zerschellt. Die historisch informierte Aufführungspraxis wird nach ihrer Eroberung der Musik des 20. Jahrhunderts hier auf Schwierigkeiten stoßen – denn das vorgeschriebene Requisit wird nicht mehr hergestellt, und das Zerschellen einer umweltfreundlichen Energiesparlampe gefährdet aufgrund der ausweichenden Quecksilberdämpfe die Gesundheit des Publikums eventuell mehr als die Musik.

Hespos würde dieses Bild gefallen: Er bezeichnet sich als »täter, der durchaus die aufmerksamkeit der polizei verdient«. Solche und ähnliche Äußerungen sind einem instruktiven Band zu entnehmen, der in besonderer Weise in das Werk eines der geistreichsten lebenden Komponisten einführt: Der Berliner Musik- und Theaterwissenschaftler Tobias Daniel Reiser hat in einem groß angelegten Dialog darauf verzichtet, pädagogische Ratschläge der Vermittlung zu liefern, sondern spürt der Gedankenwelt Hespos’ im direkten Gespräch nach. Die Gespräche wurden im November 2009 geführt; die Gesprächsblöcke sind als Kapitel voneinander thematisch getrennt. Begleitet wird das Buch von einer CD, die eng mit den Gesprächen verbunden ist – oder umgekehrt: Die CD wird im Verlauf des Dialogs durchgehend kommentiert, die Werke bilden das Zentrum der Gespräche. So ist es möglich, mit dem schmalen Band und der CD als Portrait des Komponisten – die vertretenen Werke berühren nahezu alle Arbeitsperioden Hespos’ – einen breiten Eindruck von einem ver- und aufstörenden, immer wieder erfrischenden Schaffen zu erlangen: Neben kurzen kammermusikalischen Werken sind auch Ensemblearbeiten vertreten wie die beiden Ouvertüren zu Hespos’ Oper iOpal oder point, außerdem zweifach stitch – und (quasi auch als Motto der Werkschau) überRasch für »Neue Flötentöne« bzw. »zwei nervöse weiber“, wie Hespos im Gespräch äußert. Überrascht wird der Hörer an mehreren Stellen der CD – auch durch unkommentierte Kleinigkeiten, die den dramaturgisch klug zusammengestellten Tonträger gliedern.

Die Fragen Reisers sind nur kurz und pointiert, dabei auch provokativ (»Ich bekomme zu dem Stück keinen Zugang.«); Reiser lässt Hespos somit Zeit und Raum für Antworten; dabei ist es auch das Verdienst der Transkription (durchgängig in den Lesefluss gelegentlich hemmenden Minuskeln, aber konsequent und so besondere Aufmerksamkeit gebietend), die Intentionen des Autors zu verdeutlichen und zu komprimieren. Einige Passagen des Buches sind nahe an lyrischen Arbeiten – etwa der Einstieg »hören lernen« oder Hespos’ fantastischfantasierende Querschau über die CD »Weißt du, was Brötchenwatte ist?«. Überhaupt fasziniert die Lektüre durch die aus Hespos’ Partituren bekannten Wortgebilde wie »dünnhörbar«, »streicherfurz«, »steifzunge« oder »rauschsturm«. Dabei akzentuiert der Text immer wieder die Lebenshaltung Hespos’, seinen Zorn gegenüber bequemen Mitbürgern, oft genug seinen Frust über die deutsche Kulturlandschaft der Gegenwart – zum Beispiel in seiner Beschreibung der Arbeit mit öffentlich-rechtlichen Klangkörpern.

Mit der Publikation setzt der noch junge Simon Verlag für Bibliothekswissen eine Reihe fort, die anderen Grundhaltungen im Hören und Verstehen von neuer Musik gewidmet ist. Hervorzuheben ist der Anhang, der Hespos’ Schaffen auch visualisiert, indem mehrere seiner Partituren – die auf der CD auch erklingen – abgedruckt wurden. Der klug, weil knapp mit erläuternden Fußnoten versehene Band ist somit eine gelungene, multimediale Einführung in die irritierende Welt des Hans-Joachim Hespos.

Prof. Dr. Birger Petersen in DIE TONKUNST Nr. 2 Jg. 6
April 2012

 


 

NAI – BI – FPOI – GO – GELEUT

Manche Titel sind winzige Epigramme, nur mit zwei oder drei großen Buchstaben versehen, deren Sinn sich nicht sofort erschließt, wohl auch nicht soll. Schon früh begeistert sich Hans-Joachim Hespos, Jahrgang 1938, er lebt freischaffend in Ganderkeese, für die Avantgarde, sieht aber bald deren Erstarrungen und langweilige Rituale. In anderer Art als die älteren Nono und Henze kündigt er sein Einverständnis, formuliert Kritik, ja zieht gegen den eingeschliffenen Neue-Musik-Kanon vehement zu Felde. Alsbald gilt er als Außenseiter, als Spielverderber, was ihn ehrt und anstachelt und individuell zu neuen Sprachformen führt. Hespos’ Musik setzt auf Fremdheit und Körperlichkeit. Das Kreatürliche steht im Zentrum, das Musizieren mit äußerster Hingabe oder äußerster Schlaffheit. Genau mit dem, was der eingeschliffene Betrieb nicht mag und duldet, geht der Komponist liebvoll um. So außenseiterisch sein Schaffen erscheint, so vielgestaltig ist es.

Stefan Amzoll in Atelier Neuer Musik, Deutschlandfunk 
Februar 2011

 


 

Der berühmte Kontrabassspieler Matthias Bauer an Hans Joachim Hespos:

»Ich hatte nun zeit, in ruhe dein buch zu lesen. Es ist wie alles von dir einfach toll, für jeden der dich spielen will, ein muss. am besten gleich mit noten versenden.« Dazu der Verlag: Weiter sagen!

 


 

Hartnäckiges Störelemenent in der Neuen Musik 
Höre Hespos! Ein Arbeitsbuch mit vielen Wegen zur Musik und zum Hören.

Wissen wir überhaupt, wie wir hören? Reflektieren wir diesen ganz konkreten Moment der Wahrnehmung von Tönendem eigentlich? »in sich stille machen, in sich ruhig sein, bereit sein aufzunehmen, wahrzunehmen« das ist für den Komponisten Hans-Joachim Hespos die Voraussetzung für das Hören und bildet gleichzeitig die Einleitung zu Höre Hespos, einem Buch aus Gesprächen des Musikwissenschaftlers Tobias Reiser mit dem Komponisten.

Der Satz des Komponisten überrascht nur, wenn man Hespos‘ Musik bisher lediglich als hartnäckiges Störelement in der zeitgenössischen Musik wahrgenommen hat. … Das Hinhören lohnt: Alle seine Werke sind geprägt von intensivster Aufmerksamkeit für das augenblickliche Musikereignis, sei es für den extremst extremen Punkt des Klangrisses in Zwei-Sekunden-Stück stitch oder die durch Vorangegangenes auf ein Höchstmaß emotionalisierten Nach- Arien in SEILTANZ. Die Annäherung an den Komponisten, die für Reiser am Anfang auch das eigene Verständnis von Schöpfer und musikalischem Werk fördern sollte, erreicht in diesem Fall fast schon eigene künstlerische Qualität, denn nichts wäre im Falle Hespos langweiliger und auch abwegiger, als eine Form, bei der ein ahnungsloser Frager den seitenlangen Abhandlungen des hehren Künstlers gegenüber stände. Reiser schafft es, den Leser mit an den Schreibtisch des Komponisten zu holen: Kapitel für Kapitel werden neue Hespos Werke aufgeschlagen, anhand derer der Komponist Ansichten und Arbeitsweisen erläutert. Das Lesen dieser Werkstattgespräche bedeutet schon Vergnügen genug, denn allein Hespos Satzbildungen sind eine wahre Fundgrube von Kreativität, Irritation oder Provokation …

Die Körperlichkeit des Hepos’schen Werks ist auf der beigefügten CD fast weniger greifbar als wenn der Komponist in kraftvoller Bildersprache etwa die »gehetzten Knüppelproduktionen« der Musikindustrie kritisiert oder ein »puzzle- überschlag-verquer-tempo« in einem seiner Werke beschreibt. Doch auch die CD ist nicht ohne Überraschungen hörbar – fast schon konsequent erscheint, dass auch die Trackliste »gestört« ist und man so gezwungen wird, sich mit dem Dargebotenen zu beschäftigen. Der immanente Zusammenhang zwischen dem spielerischen Erforschen der Instrumente und der absoluten Aufrichtigkeit, die Hespos von sich selbst und seinen Interpreten und Zuhörern fordert, macht den Reiz des Buches aus: »Musik ist nicht harmlos« konstatiert Hespos, beschreibt sich selbst als Täten und Widerständler und wir blättern um- plötzlich geht es um »Aufstaunen«, um die Permanenz von Staub und die unstillbare Neugier eines Kindes. Diese Spannung, dieses Nebeneinander von Widersprüchen und Extrema fordert Musik, fordert Kunst und Kreativität. Als solches ist hier ein wunderbares, mit vielen Details gespicktes Arbeitsbuch entstanden, das auch für Hespos Neulingen viele Wege zur Musik und zum Hören zeigt.

Alexander Keuk in NMZ Neue Musikzeitung (leicht gekürzt)
Oktober 2011

 


 

Es gibt eine zweite wichtige Neuigkeit aus der Komponistenwerkstatt. (Die erste war der Kompositionsauftrag quixx vom Dresdner Kammerchor, der im Frühjahr 2011 zur Uraufführung kam.)

Der junge Musikwissenschaftler Tobias Daniel Reiser kam mit Hespos' Musik in Verbindung (»Bei dem ich gar nichts verstand«), hatte ein Telefongespräch mit ihm (»Bei dem ich auch nichts verstand«) und setzte sich dann, nach etlichen Vorgesprächen, zwei Tage mit Hespos zusammen. Und fragte. Getreu dem Motto der Sesamstraße »Wieso, weshalb, warum: Wer nicht fragt, bleibt dumm.« Und entstanden ist mit Höre Hespos ein schmaler Band, von dem man sagen darf, dass er kommenden Generationen von Musikwissenschaftlern für den Fall, dass sie sich mit der Musik dieses maßgeblichen Avantgardisten des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts befassen werden, eine wichtige Quelle und Interpretationshilfe sein wird.

Noch nie hat Hespos, der sich eigentlich bisher beharrlich geweigert hat, seine Werke zu erklären, so viel Erklärendes gesagt, hat so viel von seiner Arbeit, seinen Antrieben, Inspirationen, seiner Schaffensweise, von seinem Denken und Fühlen preisgegeben wie hier. Die schriftliche Form der Tonbandprotokolle strahlt übrigens immer noch eine schöne Spontanität aus. Die zehn Kapitel ausgehend von »hören lernen«, in dem man gewahr wird, dass „»hören« ja auch »einander zuhören« bedeutet, sind ein überaus kurzweiliger, ganz vielfältiger, detailreicher und immer wieder nachfragender Weg zu Hepos Musik. Nicht nur über die Sprache, sondern auch über Notenbeispiele und das ganz reale Hören anhand der beiliegenden CD, die die Notenbeispiele zum Tönen bringt. Ein biografischer und bibliographischer Anhang ergänzen das Buch.

Günter Matysiak im Weser Kurier
Dezember 2010

 


 

… Spannend, aufschlussreich, an-stoßend, Neugier weckend, wie die Kinder, die immer wieder fragen: und was noch, und was noch, und was noch (Hespos) – so lesen sich die Gespräche, die der Musiktheaterpädagoge Reiser führte, konzentriert auf zwei Tage im November 2009. Hespos’ wortschöpferische sprachmächtige Kraft (auf Kleinschreibung beharrend), die Fähigkeit, schwierige Kompositionsprozesse zugänglich zu machen, bauen eine Brücke zu den diskutierten Werken, die teils als Partituren gedruckt und auf der Beispiel CD ... zu hören sind. Es geht um Hören neues Hören, das sich an äußersten Kontrasten zwischen Klangexplosionen und nur dünnhörbar entwickeln kann. Radikale Schocktherapie durch Musik, die in der grafisch autonomen Niederschrift eher Klangbeschreibungen als Noten enthält. Hespos: kunst ist widerstand!!musik ist nicht harmlos – es gilt: im sprung sein ins unbekannte.

Herbert Glossner in Positionen 87:49

Siehe auch: www.positionen.net

Aktuelles

Widerspruch Simon

Bibliotheken als Ansprechpartner- Mittelpunkt der Community – Gegen fake news und Hass – für Demokratie – eine Forderung an Politiker und Verantwortliche -   

Das Buch  Erwarten Sie mehr von David Lankes  ist ein Glücksfall. Es zeigt, was wir erwarten und was die Leitung der Community, die Politiker und Geldgeber zur Verfügung stellen sollten. Es ist ein dringender Aufruf in schweren Zeiten auch für Bibliotheken. Daher können wir nicht verstehen,  dass das eigene Einkaufshaus für Öffentliche Bibliotheken das nicht sieht, wie die folgende Kurzbesprechung zeigt.

Hier die EKZ Besprechung

Man vergaß anscheinend, dass Bibliotheken Orte der Aufklärung und damit der Demokratie sind. Knowledge Schools nennt Lankes sie,

I further believe that in times of alternative facts, fake news, and near contempt for public service we have an obligation to lead.

Das glauben wir auch, deshalb haben wir der Besprechung von Reisser hier  widersprochen.

Hier die 2. Besprechung

Sie irren sich, Herr Reisser!

Lankes keine Fachliteratur? Nur Ideengeber? Da fragt es sich, was Fachliteratur eigentlich sein soll, sie soll doch gerade den Horizont erweitern und neue Ideen diskutieren. Dafür liest man Fachliteratur, besucht Konferenzen und spricht mit Kollegen. Und ein zeitloses Thema ist:  Wie erreicht die Bibliothek die politischen Entscheidungsträger? Dieses Thema gab es schon zu der Zeit, als ich noch eine blutjunge Bibliothekarin war, auch, als vor einigen Jahren viele Bibliotheken abgewickelt wurden; das totgeschwiegene Handbuch der Kulturzerstörung von R. Strzolka erwähnt es, und in der Dissertation von Helga Schwarz über das Deutsche Bibliotheksinstitut, die gerade erschienen ist, kommt es ebenfalls vor.

Ja, es ist ein Buch für Entscheider. Hier befindet sich der deutschsprachige Raum in einer ähnlichen Situation wie die Bibliotheken in den USA, dass nämlich jene, die über das Budget von Bibliotheken entscheiden, von Jahr zu Jahr schwerer zu überzeugen sind. Leider hat die Literatur im deutschsprachigen Raum wenig darüber herausgebracht, wie die Bibliotheken ihre Stakeholder für sich gewinnen können, obgleich es hier um eine Existenzfrage geht. Aber Lankes (und andere Amerikaner) zeigen, wie es geht, und auf ihre Beispiele müssen wir in einem ersten Schritt zurückgreifen.

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Hommage an Elisabeth von willi Bredemeier 22.4.

Wir Autoren wissen ja, dass wir gut sind. Wir haben der Welt so viel zu sagen. Die Welt würde sogar an unseren Lippen hängen, wenn sie denn wüsste, dass es uns gäbe. Damit das geschieht, haben wir die Verleger.

Nun gibt es unter den Verlegern sonne und solche. Also habe ich mir eine Wunschliste zusammengestellt und mir vorgestellt, wie ein Verleger aussehen würde, wenn ich ihn mir backen könnte.

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Besser spät als nie!

schwarz fertig

Besser spät als nie mit diesen Worte schaffte es die Bibliotheks- und Informationswissenschaft auf die Titelseite von Bild /Berlln und Brandenburg Streiks, Umwälzungen, Reformen , waren keines Berichtes würdig. Noch nie war eine solcher PR. Gag der  Bibliotheks- und Informationswissenschaft gelungen, was jetzt am 18. April einer 80 Jährig Dissertantin so strahlend gelang  und ausgerechnet mit einem Thema, das der Politik ein Handeln vor Augen führt. deren Folgen sich mit der Zeit nicht verflüchten werden, sondern an negativem Gewicht gewinnen.

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