Lauschen und Lesen

Lauschen und Lesen

Hörerlebnisse in der Sprach- und Leseförderung von Kinderbibliotheken mit Praxisbeispielen auf CD
Susanne Brandt
2008
100 Seiten
kart. mit CD
ISBN 978-3-940862-06-8
19,00
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Die Fähigkeit, zuzuhören und die gehörten Mitteilungen sinnvoll zu verarbeiten, zählt zu den Schlüsselqualifikationen vieler Kommunikations- und Lernprozesse. In der eher visuell geprägten Medienwelt von Kinderbibliotheken jedoch wird der gezielten Förderung und bewussten Gestaltung von Hörerlebnissen vergleichsweise wenig Beachtung geschenkt. Hier konkrete und leicht umsetzbare Praxisideen für eine »etwas andere« Sprach- und Leseförderung mit allen Sinnen anzuregen, ist Ziel und Anspruch dieses Buches.

In einem Wechselspiel aus Hören und Sprechen, Ruhe und Bewegung, Eindruck und Ausdruck, Vorlesen und Erzählen ergeben sich vielfältige Aktivitäten, die sich bei Kindern positiv auf die Bereitschaft zum Lauschen und Lesen auswirken können. Tonträger mit Hörspielen, Musik und Geräuscherätseln kommen dabei ebenso zum Einsatz wie Vorlesegeschichten, verschiedene freie Erzählformen, rhythmische Klatsch-, Trommel- und Bewegungsspiele oder Erfahrungen mit Alltagsklängen und der eigenen Stimme.

Die Autorin sammelt seit mehreren Jahren als Bibliotheksleiterin mit Qualifikation für Rhythmisch-musikalische Erziehung praktische Erfahrungen mit einem Konzept der Sprach- und Leseförderung für Kinder im Vor- und Grundschulalter, das Elemente der Zuhörförderung in starkem Maße mit einbezieht und die »Lust am Lauschen und Lesen« auf fantasievolle Weise zu wecken versucht.

Alle 11 Hörstücke sind dem Buch entnommen und werden hier als Beispiele für die vorgeschlagenen Hörübungen im Buch von Susanne Brandt <emzur Verfügung gestellt. Sie beziehen sich auf Beispiele, die im Buch genannt werden.

Die zwei Wurzeln
Wenn Tiere aus Geschichten springen
Muschelfahrt zum Tuschelfest

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Rezensionen

Susanne Brandt ist Bibliotheks- und Kulturwissenschaftlerin. Sie schrieb das Buch für Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die sich einem ganzheitlichen Weg der Leseförderung und der Heranführung an Literatur widmen wollen. Dabei ist ein so inspirierendes Werk gelungen, dass man es jeder Deutschlehrkraft in der Grundschule ans Herz legen möchte: Bei den einzelnen Ideen werden Altersangabe und das benötigte Material präzise benannt, die Texte sind meist beigegeben – und schon kann´s losgehen.

Karla Müller

 


 

Susanne Brandt versteht ihre Arbeit, die sie in ihrem Buch Lauschen und Lesen beschreibt, als einen »niedrigschwellig[en]« (11). Beitrag zur außerschulischen Hörerziehung. Sie verweist auf ein Hören um ganzheitlichen Sinn, in dem soziale, kommunikative, ästhetische und emotionale Ebene verknüpft sind.

Aus der Perspektive der pädagogischen Arbeit in einer Kinderbibliotheken formuliert Brandt in ihrem Vorwort eine andere Grundhaltung gegenüber Menschen und Medien. Sie setzt sich das Ziel einer »Sensibilisierung« für alles, was in der bibliothekarischen Alltagsarbeit mitschwingt und mitklingt – und manchmal kaum wahr genommen wird. (10). Diesem Anspruch wird Brandt in ihren Buch gerecht, sie vermag es, ihren bibliothekarischen Blick so zu vermitteln,dass es für den Leser nachvollziehbar wird. Für pädagogisch und didaktisch Handelnde kann die neue Sichtweise aus für die eigene Auseinandersetzung mit Literatur und Hörerziehungfruchtabr gemacht werden.

Alltagsnah und praxisorientiert gibt Susanne Brandth detaillierte Anregungen und Hilfestellungen für die hörästhetische Praxis mit Kindern und zeigt, wie Gedichte und Geschichten mit Hilfe von Klanggesten, Geräuschen, Instrumenten und einfach zu organisierenden Materialien hörbar gemacht werden können. Nach einem kürzeren Abschnitt zu Hörspielen stellt sie ihre »klingende Stunde in der Bibliothek« sukzessive und detaillierte vor. Die beigefügte CD bietet elf auswählte Hörspiele, die den Start in eine Hörstunde erleichtern. Dem Leser von Lauschen und Lesen begegnet in jeder Zeile die Begeisterung der Autoren für ihre Arbeit mit Kindern. Man spürt, dass ihr viel daran liegt Literatur für ihre jungen Zuhörer und Zuhörerinnen tatsächlich hörbar zu machen. Ihre geht es ihr um den bloßen Effekt, immer stehen die Kinder und das Medium im Vordergrund. Ihre didaktisch aufbereiteten Vorschläge verdeutlichen, dass sie stehts beidem gerecht werden will: Dem Zuhörer und dem zu Hörenden. Ihr gelingt es, eine kindgerechte, praxis- und handlungsorientierte Hörerziehung umzusetzen und anzuregen, die den Teilnehmen nicht als eine solche und als bloßen Selbstzweck entgegentritt, sondern auf positive Weise im Umgang mit Literatur »mitschwingt und mitklingt«.

Benjamin Hövelkamp (Berlin)
Hörästhetik-Hörerziehung. Jahrbuch Medien im Deutschunterricht. 2010:93

 


 

Susanne Brandt, profilierte Sprach- und Leseförderin legt eine Beispielsammlung vor, die sie über viele Jahre in Kindergärten und Grundschulen erprobt hat.

Mit einigen Bemerkungen über die Wiederentdeckung des Hörens in einer »Kultur des Auges« beginnt der Hauptteil mit umsetzbaren Anleitungen. Susanne Brandt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. In ihren Methoden finden sich verschiedene Elemente der Pädagogik. Sie gibt Anregungen aber lässt auch Raum für »Improvisationen«. Auch die beiliegende CD mit Tonbeispielen aus elf Texten ist so zu verstehen.

Das Buch ist ein »Plädoyer für mehr Hörförderung«, weil das Vorgeschlagene ohne großen Aufwand umsetzbar ist. Das Buch ist nicht nur für Bibliotheken nützlich, sondern ebenso in Kindergärten, Schulen, in der außerschulischen Jugendarbeit oder in Musikschulen, für Vorlesepaten, interessierte Eltern, Schulbetreuer im Rahmen der verlässlichen Grundschule, Reformpädagogen.

Die Handreichung ist zudem gespickt mit praktischen Tipps, so dass sich Theorie und Praxis auf wunderbare Weise vereinen. »Wumbaba«!

Anne Lohe / BuB 61 (2009) 05

Aktuelles

Eine Debatte um die Vergangenheit des Bibliothekswesens ist eine Debatte über ihre Zukunft

Von Elisabeth Simon

Helga Schwarz, Das Deutsche Bibliotheksinstitut: Im Spannungsfeld zwischen Auftrag und politischem Interesse“, Simon-Verlag für Bibliothekswissen, Berlin 2017. Nach dem Medienhype um Helga Schwarz – mit 82 Jahren promoviert! – und den Erörterungen ihres Buches durch Karsten Schuldt in libreas und Willi Bredemeier in Open Password, beides Autoren meines Verlages, nun also die Vorstellung des Buches vor dem Berliner Arbeitskreis für Information.

Es kamen viel mehr Zuhörer als man in der Julischwüle und am Ende des Semesters realistischerweise hätte erwarten können. Darunter befanden sich nicht nur Senioren, die die Abwicklung des DBI seinerzeit miterlebt hatten, sondern auch junge Repräsentanten der Bibliotheks- und Informationsbranche, die wissen wollten, warum das einzige Zentralinstitut des deutschen Bibliothekswesens scheiterte. Auch wenn ich als Verlegerin des Buches von Schwarz zugegebenermaßen pro domo spreche, eines erwies sich auch hier, es liegt eine der wichtigsten Neuerscheinungen des Jahres zum Bibliothekswesen vor. Denn wie sollten wir über die Erneuerung und gegebenenfalls der Reform des deutschen Bibliothekswesens angemessen debattieren und zur Tat schreiten können, wenn wir nicht auf die seinerzeitigen Erfahrungen mit dem DBI zurückgreifen?

Und ein weiteres Fazit: Die Grundlagen für eine Debatte über den Untergang des DBI und die daraus ziehenden Konsequenzen für die deutschen Bibliotheken scheinen mir mit dem Auftritt von Helga Schwarz vor dem Berliner Arbeitskreis für Information gelegt. Nachdem ich bereits die Beiträge von Schuldt und Bredemeier auf meiner Website www.simon-bw.de eingestellt habe, lade ich alle Interessierten zu weiteren Erörterungen auf meiner Plattform ein. Mails bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Auch Open Password möchte sich an der Debatte beteiligen.

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Oaarwurm 3

Das 3 Berliner Festival für zeitgenössische Tonkunst und

Literatur im Kulturhaus Alte Feuerwache am 16. und  17. Juni 2017

Ein Musikfestival ist kein Konzert, es ist auch keine Musikberieselung zum Chillen, es ist kein Ritt zur Unterhaltung durch die Klassik – es ist ein Bad in Musik für Kenner und zum Kennenlernen- von Experten zum Musikliebhaber, vom Hören und  Lernen und Austausch, es ist zeitaufwendig , anstrengend und wunderschön, es lässt einen nicht kalt, manchmal ärgert man sich und beschenkt  einen mit dem Schönsten, was es gibt, unvergesslichen Musikerlebnissen für Herz und Seele.

Das  3.- Oaarwurm Festival  versammelte so viele Komponisten wie nie zuvor, Benjamin Schweitzer, Mark André, Helmut Oehring. Michael Quell, René Wohlauser , Max Keller , Franz Jochen Herfert , Joana Bailie, Rebecca Saunders

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Hommage an Elisabeth von willi Bredemeier 22.4.

Wir Autoren wissen ja, dass wir gut sind. Wir haben der Welt so viel zu sagen. Die Welt würde sogar an unseren Lippen hängen, wenn sie denn wüsste, dass es uns gäbe. Damit das geschieht, haben wir die Verleger.

Nun gibt es unter den Verlegern sonne und solche. Also habe ich mir eine Wunschliste zusammengestellt und mir vorgestellt, wie ein Verleger aussehen würde, wenn ich ihn mir backen könnte.

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Besser spät als nie!

schwarz fertig

Besser spät als nie mit diesen Worte schaffte es die Bibliotheks- und Informationswissenschaft auf die Titelseite von Bild /Berlln und Brandenburg Streiks, Umwälzungen, Reformen , waren keines Berichtes würdig. Noch nie war eine solcher PR. Gag der  Bibliotheks- und Informationswissenschaft gelungen, was jetzt am 18. April einer 80 Jährig Dissertantin so strahlend gelang  und ausgerechnet mit einem Thema, das der Politik ein Handeln vor Augen führt. deren Folgen sich mit der Zeit nicht verflüchten werden, sondern an negativem Gewicht gewinnen.

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