Bibliotheken erforschen ihren Alltag. Ein Plädoyer
2013
160 Seiten
softcover
ISBN 978-3-940862-65-5
16,00
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Lokale Forschung im Alltag der Bibliothek ist ein Instrument der Entwicklung, das von Öffentlichen Bibliotheken noch viel zu wenig genutzt wird. Die Vorschläge des Verfassers zur Planung und Durchführung von Forschungen – auch auf bescheidener Grundlage – helfen, den Blick für die Arbeit der Bibliothek an ihren und mit ihren Lesern weiterzuentwickeln. Der Autor beschreibt außerdem Gebiete und Disziplinen, mit denen Bibliotheken zusammenarbeiten und deren Forschungsergebnisse Bibliotheken sinnvoll einsetzen können. Das kann der Beginn einer Zusammenarbeit sein, die Interdisziplinarität und Netzwerkarbeit fördert. Dies ist für Öffentliche Bibliotheken gerade auch unter dem allgegenwärtigen Druck zur Rechtfertigung von großer Bedeutung. Mit einer Vielzahl von praktischen Vorschlägen und Darstellungen alltäglicher Probleme, die bei der Durchsetzung von Forschung auftreten, ist dieses Buch für die bibliothekarische Entwicklungsarbeit ein wichtiger Wegweiser.

 


 
Der Autor wagt mehr, als der Titel verrät: Seinem leidenschaftlichen, mitunter persönlichen Plädoyer für die Lokalforschung in öffentlichen Bibliotheken lässt er eine methodische Handreichung für das systematische wissenschaftlichen Anforderungen genügende Entdecken und Hinterfragen des bibliothekarischen Alltags folgen. Überzeugend arbeitet er dessen Forschungsbedeutsamkeit heraus und weckt das Erkenntnisinteresse des Lesers für die Orte des Wissens, der Kultur und des gesellschaftlichen Miteinanders. Die Ergänzung der engagierten Fürsprache um einen Überblick zu den Methoden des planvollen Erforschens eröffnet die praxisorientierte Perspektive auf die Umsetzung des wissenschaftlichen Anspruchs. Zugleich lässt sie den Eindruck einer Ungewissheit des Autors über den Aussagewert seines Plädoyers entstehen, der im Nachwort Bestätigung findet. So illustriert das Buch authentisch die Dynamik des Erkenntnisprozesses und motiviert den Leser, die wissenschaftliche Herausforderung wider die Sorge um Vorläufigkeit und Unvollkommenheit eigener Forschungstätigkeit anzunehmen. 
(Bit online 2015: Ausgabe 1:83 )

Aktuelles

Eine Debatte um die Vergangenheit des Bibliothekswesens ist eine Debatte über ihre Zukunft

Von Elisabeth Simon

Helga Schwarz, Das Deutsche Bibliotheksinstitut: Im Spannungsfeld zwischen Auftrag und politischem Interesse“, Simon-Verlag für Bibliothekswissen, Berlin 2017. Nach dem Medienhype um Helga Schwarz – mit 82 Jahren promoviert! – und den Erörterungen ihres Buches durch Karsten Schuldt in libreas und Willi Bredemeier in Open Password, beides Autoren meines Verlages, nun also die Vorstellung des Buches vor dem Berliner Arbeitskreis für Information.

Es kamen viel mehr Zuhörer als man in der Julischwüle und am Ende des Semesters realistischerweise hätte erwarten können. Darunter befanden sich nicht nur Senioren, die die Abwicklung des DBI seinerzeit miterlebt hatten, sondern auch junge Repräsentanten der Bibliotheks- und Informationsbranche, die wissen wollten, warum das einzige Zentralinstitut des deutschen Bibliothekswesens scheiterte. Auch wenn ich als Verlegerin des Buches von Schwarz zugegebenermaßen pro domo spreche, eines erwies sich auch hier, es liegt eine der wichtigsten Neuerscheinungen des Jahres zum Bibliothekswesen vor. Denn wie sollten wir über die Erneuerung und gegebenenfalls der Reform des deutschen Bibliothekswesens angemessen debattieren und zur Tat schreiten können, wenn wir nicht auf die seinerzeitigen Erfahrungen mit dem DBI zurückgreifen?

Und ein weiteres Fazit: Die Grundlagen für eine Debatte über den Untergang des DBI und die daraus ziehenden Konsequenzen für die deutschen Bibliotheken scheinen mir mit dem Auftritt von Helga Schwarz vor dem Berliner Arbeitskreis für Information gelegt. Nachdem ich bereits die Beiträge von Schuldt und Bredemeier auf meiner Website www.simon-bw.de eingestellt habe, lade ich alle Interessierten zu weiteren Erörterungen auf meiner Plattform ein. Mails bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Auch Open Password möchte sich an der Debatte beteiligen.

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Oaarwurm 3

Das 3 Berliner Festival für zeitgenössische Tonkunst und

Literatur im Kulturhaus Alte Feuerwache am 16. und  17. Juni 2017

Ein Musikfestival ist kein Konzert, es ist auch keine Musikberieselung zum Chillen, es ist kein Ritt zur Unterhaltung durch die Klassik – es ist ein Bad in Musik für Kenner und zum Kennenlernen- von Experten zum Musikliebhaber, vom Hören und  Lernen und Austausch, es ist zeitaufwendig , anstrengend und wunderschön, es lässt einen nicht kalt, manchmal ärgert man sich und beschenkt  einen mit dem Schönsten, was es gibt, unvergesslichen Musikerlebnissen für Herz und Seele.

Das  3.- Oaarwurm Festival  versammelte so viele Komponisten wie nie zuvor, Benjamin Schweitzer, Mark André, Helmut Oehring. Michael Quell, René Wohlauser , Max Keller , Franz Jochen Herfert , Joana Bailie, Rebecca Saunders

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Hommage an Elisabeth von willi Bredemeier 22.4.

Wir Autoren wissen ja, dass wir gut sind. Wir haben der Welt so viel zu sagen. Die Welt würde sogar an unseren Lippen hängen, wenn sie denn wüsste, dass es uns gäbe. Damit das geschieht, haben wir die Verleger.

Nun gibt es unter den Verlegern sonne und solche. Also habe ich mir eine Wunschliste zusammengestellt und mir vorgestellt, wie ein Verleger aussehen würde, wenn ich ihn mir backen könnte.

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Besser spät als nie!

schwarz fertig

Besser spät als nie mit diesen Worte schaffte es die Bibliotheks- und Informationswissenschaft auf die Titelseite von Bild /Berlln und Brandenburg Streiks, Umwälzungen, Reformen , waren keines Berichtes würdig. Noch nie war eine solcher PR. Gag der  Bibliotheks- und Informationswissenschaft gelungen, was jetzt am 18. April einer 80 Jährig Dissertantin so strahlend gelang  und ausgerechnet mit einem Thema, das der Politik ein Handeln vor Augen führt. deren Folgen sich mit der Zeit nicht verflüchten werden, sondern an negativem Gewicht gewinnen.

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