Rainer Kappe

Rainer Kappe, Jahrgang 1943, wurde schon als Schüler in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts mit Lehrern konfrontiert, die der Vergangenheit verhaftet waren. Diese Geschichtslehrer, die den Schülern auf den Hinweis, es hätte Offiziere gegeben, welche sich am 20.Juli gegen Hitler erhoben hätten, entgegneten, diese seien Verbrecher gewesen, man habe sich nicht gegen seine Obrigkeit zu erheben. Ebenso gab es auch zu dieser Zeit Lehrer, die betonten, man brauche Land im Osten. Als Jurist in der Referendarzeit (Anfang der 70er Jahre) gab es Prozesse, bei denen der KZ-Wächter monatlich 1.200 DM Rente erhielt, der überlebende Insasse nur 200 DM. Rainer Kappe deckte auf, dass es unter Juristen auch Ausbilder gab, welche aufgrund ihrer NS-Vergangenheit als Ausbilder untragbar waren. Seit Januar 2000 wirkte er mit beim Aufbau des Jüdischen Museums Berlin. Es galt die Maxime, es nicht allein auf den Holocaust zu reduzieren, sondern die positiven Seiten des Lebens der Juden in Deutschland darzustellen, ihr Beitrag zur deutschen Kultur in Literatur, Kunst, Musik und zu anderen Bereichen, die besonders junge Menschen anziehen. Rainer Kappe ist Mitglied in verschiedenen Gremien, u. a. in der Arbeitsgruppe für die Gedenkstätten in Berlin und Brandenburg.

Aktuelles

Medien, Menschen, Märkte nannte sich der 106. Bibliothekartag in Frankfurt a.Main (vom 30.5.- 2.6.2017),

ein Nachfolger aller Bibliothekartage, die auf einen bescheidenen Anfang in den 50er Jahren in dieser Stadt zurückblickend trotz eines heute um vieles prachtvolleren Rahmen doch schon in dieser Zeit die ersten Impulse für eine Entwicklung legte, die den Verband und damit den Berufsstand heute noch trägt. –

Auch wenn die elektronische Datenverarbeitung zu dieser Zeit  erst ganze leise am Horizont auftauchte und analoge Medien noch nicht in Frage gestellt wurden,  waren Menschen und Medien der Angelpunkt der beruflichen Diskussion. Märkte waren damals noch ausgeschlossen, sehr zum Schaden der Bibliotheks- und der sich bald öffnenden Informationswelt mit ihren Programmen, die leider auch zum Teil davon lebten, dass Bibliotheken obsolet erklärt wurden, was nicht stimmte. Heute wächst glücklicherweise eine sich ausbildende und immer stärkere werdende Kooperation.

Es geht nicht mehr um die Betrachtung fachlicher Einzelthemen sondern alles hängt mit allen zusammen und muss auch in der Gesamtheit weiterentwickelt werden (Ute Schwenn, BIT KongressNews: 1)

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Hommage an Elisabeth von willi Bredemeier 22.4.

Wir Autoren wissen ja, dass wir gut sind. Wir haben der Welt so viel zu sagen. Die Welt würde sogar an unseren Lippen hängen, wenn sie denn wüsste, dass es uns gäbe. Damit das geschieht, haben wir die Verleger.

Nun gibt es unter den Verlegern sonne und solche. Also habe ich mir eine Wunschliste zusammengestellt und mir vorgestellt, wie ein Verleger aussehen würde, wenn ich ihn mir backen könnte.

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Besser spät als nie!

schwarz fertig

Besser spät als nie mit diesen Worte schaffte es die Bibliotheks- und Informationswissenschaft auf die Titelseite von Bild /Berlln und Brandenburg Streiks, Umwälzungen, Reformen , waren keines Berichtes würdig. Noch nie war eine solcher PR. Gag der  Bibliotheks- und Informationswissenschaft gelungen, was jetzt am 18. April einer 80 Jährig Dissertantin so strahlend gelang  und ausgerechnet mit einem Thema, das der Politik ein Handeln vor Augen führt. deren Folgen sich mit der Zeit nicht verflüchten werden, sondern an negativem Gewicht gewinnen.

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