Rainer Kappe

Rainer Kappe, Jahrgang 1943, wurde schon als Schüler in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts mit Lehrern konfrontiert, die der Vergangenheit verhaftet waren. Diese Geschichtslehrer, die den Schülern auf den Hinweis, es hätte Offiziere gegeben, welche sich am 20.Juli gegen Hitler erhoben hätten, entgegneten, diese seien Verbrecher gewesen, man habe sich nicht gegen seine Obrigkeit zu erheben. Ebenso gab es auch zu dieser Zeit Lehrer, die betonten, man brauche Land im Osten. Als Jurist in der Referendarzeit (Anfang der 70er Jahre) gab es Prozesse, bei denen der KZ-Wächter monatlich 1.200 DM Rente erhielt, der überlebende Insasse nur 200 DM. Rainer Kappe deckte auf, dass es unter Juristen auch Ausbilder gab, welche aufgrund ihrer NS-Vergangenheit als Ausbilder untragbar waren. Seit Januar 2000 wirkte er mit beim Aufbau des Jüdischen Museums Berlin. Es galt die Maxime, es nicht allein auf den Holocaust zu reduzieren, sondern die positiven Seiten des Lebens der Juden in Deutschland darzustellen, ihr Beitrag zur deutschen Kultur in Literatur, Kunst, Musik und zu anderen Bereichen, die besonders junge Menschen anziehen. Rainer Kappe ist Mitglied in verschiedenen Gremien, u. a. in der Arbeitsgruppe für die Gedenkstätten in Berlin und Brandenburg.

Aktuelles

Besser spät als nie!

schwarz fertig

Besser spät als nie mit diesen Worte schaffte es die Bibliotheks- und Informationswissenschaft auf die Titelseite von Bild /Berlln und Brandenburg Streiks, Umwälzungen, Reformen , waren keines Berichtes würdig. Noch nie war eine solcher PR. Gag der  Bibliotheks- und Informationswissenschaft gelungen, was jetzt am 18. April einer 80 Jährig Dissertantin so strahlend gelang  und ausgerechnet mit einem Thema, das der Politik ein Handeln vor Augen führt. deren Folgen sich mit der Zeit nicht verflüchten werden, sondern an negativem Gewicht gewinnen.

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Das OoarWurm Festival - Unser Bericht

Nein, ein Ohrwurm war auch das zweite Berliner Festival zeitgenössischer Musik im Kulturhaus Alte Feuerwache im üblichen Sinne nicht. Aber es diente mit seinem spöttisch hintergründigen Namen dem Sinn und Ziel dieser Veranstaltung, der Begegnung und dem Austausch unter Künstlern - der Geburt der Kreativität.

Nicht von ungefähr war die Ausstellung der personfizierten Holzfiguren der Kinder und Jugendlichen aus den Schulen der Nachbarschaft dem Thema Was bin ich verbunden mit der zukünftigen Vorstellung was will ich sein in der Galerie des Kultushauses erste Plattform der Vorstellungen.

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