ISBN – International Standard Book Number
Literature on the ISBN and ISMN (International Standard Music Number) from all over the world
2010
228 Seiten
kart.
ISBN 978-3-940862-21-1
25,00
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Innovative Ideen setzen sich in den meisten Fällen schwer durch. Die elektronische Revolution erfordert neues Management und neue Organisation auf dem Informationsmarkt. Ein Instrument, das zunehmend an Bedeutung gewann, ist die ISBN Nummer, die jedem Buch seine Individualsignatur gibt und daher zur Globalisierung des Marktes beitrug. Hartmut Walravens hat die Entwicklung der ISBN maßgeblich beeinflusst, die durch die umfassende Bibliographie und einen Überblick dokumentiert wird.

 


 

Innovative ideas are never easily accepted. Due to the electronic revolution of the information market, new management and infrastructure for libraries were required. One tool which became increasingly important was the ISBN number which assigns each book a unique number and has contributed vastly to the globalization of the book market (bilingual edition).

Rezensionen

Die ISBN, in Deutschland seit Herbst 1969 in Gebrauch, bewirkte als zunächst zehn-, heute dreizehnstellige Identifikationsnummer für jedes neuerscheinende Buch eine Rationalisierung und Effizienzsteigerung in der Buchproduktion, -administration und -distribution.

Hartmut Walravens – »Mr. ISBN«, wie er auf dem Buchumschlag genannt wird (obgleich das Börsenblatt und der Buchmarkt im Jahr 2006 auch Dr. Hans-Jürgen Ehlers als »Mr. ISBN« titulierten) – Hartmut Walravens also, der langjährige Leiter der Internationalen ISBN-Agentur, hat eine Bibliographie der internationalen Literatur über die International Standard Book Number (ISBN) und die International Standard Music Number (ISMN) erstellt. »International« bedeutet hier: Walravens verzeichnet vorwiegend nicht die in Deutschland oder im deutschsprachigen Raum publizierten Texte über die ISBN, sondern die weltweit erschienenen Publikationen, was ihm durch die Mitarbeit der ISBN-Agenturen auch in den entlegensten Ländern erleichtert wurde. Dieses sehr weite sprachliche und territoriale Spektrum verleiht der Bibliographie einen hohen Wert für vergleichende buchhandelshistorische Untersuchungen.

Die Berichtszeit reicht von den frühesten Anfängen der ISBN – im November 1966 fand in Berlin die Third International Conference on Book Market Research and Rationalization in the Book Trade statt, die den Einsatz von Computern zur Modernisierung des Buchmarktes erörterte – bis zum Jahr 2006, als die Verantwortung für die ISBN von Berlin nach London wechselte.

Walravens verzeichnet dankenswerterweise auch graue und graueste Literatur wie Flyer, Typoskripte, Working Papers, einen Videofilm (Nr. 579) und Rundfunkmanuskripte (Nr.55 u. 66). Wo aber im Bedarfsfalle diese Quellen hernehmen, die doch in kaum einer Bibliothek nachgewiesen sein dürften, sondern nur in einem im Vorwort kurz erwähnten kleinen Archiv der ISBN-Agentur, dessen Zukunft ungewiss scheint! Viele Titel hinterlassen somit einen etwas zwiespältigen Eindruck. Zwar sind sie nun dauerhaft bibliographisch erfasst, die bereits kurzfristige Zugänglichkeit zahlreicher Titel steht jedoch in den Sternen.

Die Vollständigkeit der Bibliographie ist aufgrund ihres weltweit verzeichnenden Ansatzes kaum zu bestimmen. Wer jedoch im Fachportal b2i mit seinen überwiegend deutschsprachigen Titeln nach »ISBN« sucht, stößt rasch auf manchen bei Walravens fehlenden Titel. Genannt seien hier nur Helmut Rötzsch: Die Internationale Standard-Buchnummer (ISBN) und ihre Einführung in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Ein Zeitzeuge erinnert sich, in: ISBN review 19 (1998), S.281 – 291.

Wer sich also umfassend mit Literatur versorgen möchte, lasse b2i nicht außer Acht, aufgrund der dort verzeichneten Titel, die den Terminus »ISBN« nicht im Titel tragen, ihn aber als Schlagwort erhalten haben (etwas: Clemens Deider: Bar-/Strichcode für die Zeitungs- und Zeitschriftenidentifikation in Deutschland, in: Bibliotheksdienst 28 (1994), H. 6, S. 942 – 944). Und ist die Wikipedia im Jahr 2011 bereits eine solche Selbstverständlichkeit, dass sie keiner Erwähnung bedarf? Eine Verzeichnung der zahlreichen, mal kürzeren, mal längeren (internationalen) Darstellungen der ISBN in der Wikipedia fehlt nämlich leider; und dies, obwohl sich (Stand: Februar 2011) in nicht weniger als 57 der nationalen Wikipedias ein Eintrag »ISBN« findet.

Gekürzte Besprechung von Martin Hollender, ZFBB

Aktuelles

Zum Tod des Karlsruher Dirigenten Manfred Reichert

Die 13 als Glückszahl


Manchmal werden durch Chuzpe Weichen gestellt, wird der Lebensweg in die entscheidende Bahn gebracht. So bei Manfred Reichert. Er hatte in Karlsruhe Musik studiert, war nach dem Staatsexamen zeitweise als Kritiker für die Badischen Neuesten Nachrichten unterwegs und als Gymnasiallehrer tätig, gehörte seit fünf Jahren zur Musikredaktion des in Baden-Baden ansässigen Südwestrundfunks (SWR) und nun, Ende 1972, beflügelte ihn der Wunsch, ein dreizehnköpfiges Ensemble zu dirigieren, das aus Streichern des SWR-Sinfonieorchesters bestand. Reichert wandte sich an den Konzertmeister, bot als Gegenleistung einen Auftritt in Karlsruhe an: „Der Vorschlag war verrückt, tollkühn, ich muss nicht recht bei Sinnen gewesen sein“, schrieb der Musiker später rückblickend.

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Reichert Nachruf

Manfred Reichert

Wir wussten, dass er todkrank krank war, wir sind dankbar, dass wir seine Erinnerungen, sein Vermächtnis, seine Leidenschaft und seinen Kampf um die Neue Musik herausgeben durften - wir sind sehr sehr traurig, dass er heute verstorben ist:

Manfred Reichert

Dirigent, Festivalgestalter, Universitätsprofessor, Gestalt - und Traumtherapeut, Bildermaler

Er schaute zurück auf fünfeinhalb Jahrzehnte zwischen 1961, Abitur und Studienbeginn und der Gegenwart 2017. Von 1967 bis 1983 Musikredakteur beim Südwestfunk Baden - Baden, von 1973 bis 2007 Dirigent des von ihm gegründeten Ensemble 13 von 1981- 2017 Künstlerischer Leiter des ebenfalls von ihm gegründeten Karlsruher Festivals Wintermusik und Musik auf dem 49 ,' 1983 bis 1988 künstlerischer Leiter des städtischen Teils der Europäischen Kulturtage Karlsruhe

Ideengeber, von 1985-1987 Leiter der ersten Projektgruppe des ZKM, Karlsruhe, 1995- 2007 Professor für Neue Musik an der Johannes Gutenberg Universität Mainz Seit 2000 Gestalt und Traumtherapeut , seit 2012 Maler .

(Manfred Reichert : Fremder Ort Heimat. Manfred Reichert und das Ensemble 13.

Eine Spurensuche.

Berlin 2918, 268 Seiten, mit Fotos,softcover 23.50 ISBN 978-3-945610-41-1)

Leipziger Büchermesse in stürmischen Zeiten

Einer medialen Flurbereinigung – dem Ausschluss „rechter Verlage“ hatte der Direktor der Leipziger Büchermesse ruhig und besonnen widerstanden und auf die  Präsentation aller Verlage und den offenen Zugang aller zu allen Angeboten bestanden. Ein Motto, den die Bibliotheken mit Open Access seit Jahren verfolgen und der auch die Vorstellung des Buches von Marianna Tax Choldin. Der Garten der zerbrochenen Statuen beherrschte. Auf den Spuren der Zensur in Russland, vorgestellt von den beiden Übersetzerinnen im Zwiegespräch landete bei deiner Debatte über Zensur mit den in Halle 4, A, 105 versammelten Bibliothekaren, die ihr Leben lang für den freien Zugang ihrer Nutzer zu Informationen gekämpft haben und heute noch kämpfen. Der Kampf der Bibliothekare um die Anerkennung ihrer Arbeit bestimmte auch Helga Schwarz Das Deutsche Bibliotheksinstitut  im Spannungsfeld zwischen Auftrag und politischem  Interesse, deren Autorin durch das Wetter an ihrem Auftritt  verhindert war; Fachforum 1 Halle 5 E500  Dieser Wintereinbruch  hatte auch der Messe zugesetzt, von einem eisigen Empfang am Hauptbahnhof und der Messe Leipzig mit gefährlich glatten Eingangsbereich, bibbernden Warten auf die Straßenbahn  mit einem wasserdurchlässigen  Glasdach (Hybris der Architekten?).

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Hespos imd A.Simon zum Geburtstag

80 Jahre und kein bisschen weise- wir gratulieren zum Geburtstag unseren Autoren

Hans Joachim Hespos geboren am 13.3. 2018 und Artur Simon,  geboren am 6.5. 1938  verschieden und doch in einem gemeinsam, in ihrer unverbrüchlichen Liebe zur Musik

… Immer wieder neu Anders nennt Hespos sein musikalisches Schaffen, das ihn immer wieder auf neue Wege schickt, neue Formen, neue Instrumente. Was ist die Wirkung von Musik? Sie trifft und braucht keine  Vermittlung (nmz März 2018:4)

Dem würde Artur Simon zustimmen, der sein Leben lang der Musik unmittelbar ausgesetzt war, in fremden Kulturkreisen: Afrika, Indonesien, Neuguinea und doch diesen Musiken  immer auf der Spur. Sie führte  zu der Begegnung mit Dahab dem musikalischen Genie der Nubier und oft  zu der Seele von Gemeinschaften,  die aus dieser Musik lebten und  die wir ohne diese Musik nicht kennen würden.