Zum Auftakt des "Festivals OaarWurm 4.0 - Festival für komponierte Musik 2018" am Freitag den 24.August 2018 wird um 17 Uhr im Kulturhaus Friedrichshain Alte Feuerwache in der Marchlewskistraße (direkt am U-Bahnhof "Weberwiese" der Linie U5) im Eingangsbereich eine kleine Musikmesse stattfinden, die dann alle an diesem Tag folgenden Veranstaltungen ein wenig umrahmen wird und noch bis ca. 23 Uhr laufen wird. Das Festival wird dann offiziell eröffnet von einer Podiumsdiskussion um 19 Uhr in der Galerie (projektraum) des Kulturhauses Alte Feuerwache im Erdgeschoss mit dem Thema "Komponieren - anlog oder digital? Hat der einzelne subjektive Komponist noch eine Zukunft?", zu der uns folgende Teilnehmer ihre Teilnahme fest zugesagt haben:

- Gisela Nauck - Musikwissenschaftlerin, Chefredakteurin und Geschäftsführerin der Musik-Zeitschrift "Positionen"

- Michael Quell - freischaffender Komponist und Hochschullehrer

- Prof. Dr. Rolf Großmann - Universität Lüneburg, Fachbereich Ästhetik, Leuphana ICA Team

- Dr. Roland Jerzewski - Literaturwissenschaftler

- Gerhard R. Koch - Journalist, Buchautor, ehemals Feuilletonchef bei der Frankfurter Allgemeinen

- Simone Barrientos - Mitglied des Bundestages für die Fraktion DIE LINKE, dort kulturpolitische Sprecherin ihrer Fraktion sowie Obfrau im Ausschuss für Kultur und Medien

- Art-Oliver Simon (Moderation) – freischaffender Komponist und Musiker aus Berlin. Seit 2015 betreut er organisatorisch und künstlerisch das mit dieser Veranstaltung eröffnete Festival OaarWurm 4.0 -Festival für komponierte Musik 2018

Eintritt frei

Den Reigen für die auf diesem Festival stattfindenden Konzerte eröffnet dann wie schon im letzten Jahr das art ensemble berlin in der Besetzung Flöte (Antonella Bin)/Klavier(Art-Oliver Simon) und Kontrabass(Oliver Potratz)  mit einem ohne Pause durchgeführten Programm im unmittelbaren Anschluss an die Podiumsdiskussion um ca. 21 Uhr in der Studiobühne des Kulturhauses Alte Feuerwache gleich im zweiten Stock. Es erklingen folgende Ensemblewerke:

- Michael Quell (Komponist aus Fulda) - Staubaggregation

- Maxim Seloujanow (Komponist aus Wien) - Creations ex nihilo (dieses Werk wird hier zu diesem Anlass uraufgeführt)

- Art-Oliver Simon (Komponist aus Berlin) - Fusion (DNR-Analyse) (Antonella Bini spielt hier auf der in diesesm Stück verlangten sehr tief klingenden Kontrabassflöte in C)

- René Wohlhauser (Komponist aus Basel) - Quamakútsch

Eintritt 8€

Bitte besuchen Sie uns im Internet unter der Seite www.oaarwurm-festival.de mit dem kompletten Festivalprogramm

ES FOLGEN KURZPORTRAITS DER AN DER PODIUMSDISKUSSION TEILNEHMENDEN SPEAKER

gisela-nauck

Gisela Nauck, geb. 29.1.1953, Musikpublizistin, Musikwissenschaftlerin, Radiojournalistin, Verlegerin; Arbeitsgebiet: zeitgenössische Musik nach 1950; Herausgeberin, Chefredakteurin und Geschäftsführerin der Zeitschrift Positionen. Texte zur aktuellen Musik; betreibt mit dem Positionen Online Shop (http://shop.positionen.net) den größten Shop für neue Musik im Internet.

Studium der Musik- und Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin (1971-1975, u.a. bei Frank Schneider, Christian Kaden, Gerd Rienäcker). Promotion zum Dr. phil an der TU Berlin bei Helga de la Motte-Haber (Musik im Raum – Raum in der Musik. Ein Beitrag zur Geschichte der seriellen Musik, 1995); 1975-1987 Redakteurin der Zeitschrift Musik und Gesellschaft; seit 1988 freiberuflich tätig, 1988 zusammen mit Armin Köhler Gründung der Zeitschrift Positionen. Beiträge zur neuen Musik bei der Edition Peters Leipzig, Herausgabe im Eigenverlag seit 1990 (seit 2008 als Positionen. Texte zur aktuellen Musik).

Buchpublikationen: erste Monografie über Dieter Schnebel (Lesegänge durch Leben und Werk, Schott 2001); Studie über die Rolle des Rundfunks als Förderer und Mäzen der neuen Musik (Risiko des kühnen Experiments, PFAU 2004), Mitinitiierung, Herausgabe und Mitautorin von echtzeitmusik. selbstbestimmung einer szene (Wolke 2011), Herausgabe + Mitautorschaft von An den Rändern des Maßes. Der Komponist Gerald Eckert (Wolke 2013). Zahlreiche Rundfunksendungen, Aufsätze, Vorträge, Rezensionen, Analysen und Berichte zu Fragen aktueller Musik: junge Musik in der DDR, Orte und Vermittlungsformen neuer Musik, Experiment und Innovation, experimentelles Musiktheater, Klangkunst, aktuelle Musik international, Diesseitigkeit, Neuer Konzeptualismus, Landschaftskompositionen, Diesseitigkeit, Uneingelöste Utopien der Avantgarde u.a. Porträts: Steffen Schleiermacher, Wolfgang Heisig, Jakob Ullmann, Iris ter Schiphorst, Helmut Oehring, Daniel Ott,  Hans Wüthrich, Reiner Bredemeyer, Johannes Wallmann, Josef Anton Riedl, Hans-Joachim Hespos, Johannes Kreidler, Hannes Seidl, Martin Schüttler, Maximilian Marcoll, Christian Wolff, Gerald Eckert, Peter Ablinger u.a.

Mitarbeit in verschiedenen Jurys: u.a Neue Musik der Berliner Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten. Konzert des Deutschen Musikrats, Düsseldorfer Altstadtherbst, Jury für privatrechtlich organisierte Theater und Theater-/Tanzgruppen« der Berliner Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten, Jury der INM (Initiative Neue Musik Berlin), Tätigkeit als Kuratorin: »KlangProjekte I« im Zeiss-Großplanetarium Berlin (mit A. Köhler) 1989; »KlangProjekte II: Gehörgänge« (mit A. Köhler), Haus der Jungen Talente Berlin (1991)

Michael Quell

michael-quell

Geb. 1960, studierte 1981-85 an der Musikhochschule Frankfurt (klassische Gitarre bei Heinz Teuchert, Dirigieren, Tonsatz und Kontrapunkt, Musikpädagogik, Musikwissenschaft und Komposition) sowie Philosophie und Theologie an der J. W. Goethe-Universität. Zugleich studierte er Komposition bei Hans-Ulrich Engelmann und 1985-89 in der Meisterklasse bei Rolf Riehm. Weitere Studien u.a. bei Izhak Sadaj (Paris, Tel Aviv). Michael Quell lebt als  Komponist in Fulda und übt diverse Lehrtätigkeiten aus, Musikpädagoge, seit 2007 Dozent für Musiktheorie, Analyse und Ästhetik am musikwissenschaftlichen Institut der J. W. Goethe-Universität Frankfurt. Er wirkt als Gastdozent an verschiedenen Hochschulen und Universitäten  ( Innsbruck, Dresden, Würzburg, Pavia, Kiew, New York etc.).

Quell erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge und verschiedene Kompositionspreise (u.a. Kunstpreis 1989 Frankfurt, Auswahl zur UA beim Gaudeamus Kompositionswettbewerb 1988, Amsterdam, Elisabeth-Schneider-Kompositionspreis 2003, Barlow Commissioning Award 2011, USA , Kompositionspreis der Bowling Green State University 2013, USA etc.).

Seine Werke wurden bei internationalen Festivals aufgeführt wie z.B. S.E.M.A. Paris, Festival de musique Montreux/Vevey, Gaudeamus Musikwoche Amsterdam, Darmstädter Ferienkurse, Witten, Perth, Los Angeles Chamber Music America Festival, Internationales Pianoforum antasten , Heilbronn, ZeitRäume Basel, Slowind Festival Ljubljana, SoundScape Festival Pavia und Maccagno, Festival `the cutting edge`, New York City , CMS Boston Massachusetts, Músicaviva Festival Cuenca, Ecuador, Entrecuerdas Festival Santiago, Chile, Sound Ways Festival Sankt Petersburg, Festival Two Days and Two Nights of New Music, Odessa, Festival of Macedonian Music, Skopje, Lee Sang Guen Festival, Jinju, Korea etc. sowie in renommierten Konzertreihen z.B. in Berlin, Winterthur, London, Montréal, Melbourne, Wien, Hiroshima, Tokyo, Chengdu und Changsha, China, Rosario, Santa Fe u. La Plata, Argentinien, Montevideo, Uruguay etc.

Quells Kompositionen wurden inzwischen von zahlreichen deutschen und mehreren europäischen, kanadischen und amerikanischen Rundfunkanstalten gesendet.

Einen der Arbeitsschwerpunkte M. Quells stellt die Beschäftigung mit den Chancen und Möglichkeiten der Komposition im interdisziplinären Dialog dar.

Veröffentlichungen im TONOS-Musikverlag, Baden Baden, CD-Aufnahmen (NEOS: Portrait-CD, Bayer, Dabringhaus etc.) sowie musikwissenschaftliche Publikationen im Lit- und Wolke Verlag.

Simone Barrientos – MdB (DIE LINKE)

Ich bin in Lutherstadt Eisleben geboren, aufgewachsen in Neustrelitz, habe dreißig Jahre in Ost- und Westberlin gewohnt und lebe nun in Franken.

Meine Mutter war Tänzerin beim Folklore-Ensemble der DDR. Ich war ein aufmüpfiges Kind und eine selbstbewusste Jugendliche. Auch deshalb konnte ich in der DDR nicht studieren und habe eine Ausbildung zur Betriebselektrikerin und zur Gebrauchswerberin absolviert. Seit vielen Jahren bin ich aber freiberuflich in den Bereichen Kunst und Kultur aktiv. 2008 gründete ich den Kulturmaschinen Verlag und leitete diesen bis Juni 2017 als Verlegerin. In dem Verlag ist u.a. das belletristische Werk Franz Josef Degenhardts erschienen sowie Bücher von Jan Eik, Hermann Kant, Leander Sukov, Guido Rohm und vielen anderen.

Ich bin seit vielen Jahren politisch aktiv. In der bayrischen LINKEN begann 2014 meine parteipolitische Arbeit und ich wurde in den Landesvorstand gewählt. Die zunehmenden sozialen Verwerfungen, der wachsende Rassismus, aber auch Sexismus in all seinen Auswirkungen haben dazu geführt, dass ich mich zu einer Kandidatur für den Bundestag entschloss. Seit 2017 bin ich Mitglied des Deutschen Bundestages, kulturpolitische Sprecherin für die Bundestagsfraktion und Obfrau im Ausschuss Kultur und Medien.

POLITISCHE POSITIONEN

Kultur muss nichts, aber Kultur kann viel!

Linke Kulturpolitik bedeutet, Kultur und Kulturschaffenden ihre Freiheit zu lassen.

Die oft verwendete Unterscheidung in „Hochkultur“ und „Massenkultur“ bzw. Unterhaltung halte ich für elitär und veraltet. Kultur reicht von Sprache über Gleichberechtigung der Geschlechter bis zu der Frage, wie wir heute – und natürlich auch morgen – leben und arbeiten wollen. Linke Kulturpolitik bedeutet auch, Kulturschaffenden die Angst vor Armut praktisch zu nehmen. Deshalb streitet Die LINKE für eine umfassende Verbesserung der sozialen Absicherung von Künstler*innen, für eine Stärkung der Künstlersozialkasse und für branchenspezifische Mindest- und Ausstellungshonorare.

Ich stehe für:

  • Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Künstler*innen und Kreativen real verbessern
  • Mehr Sichtbarkeit von Frauen im Kultur- und Medienbereich und Gleichberechtigung der Geschlechter
  • Kulturelle Bildung ausbauen
  • Auch das ist eine Frage der Kultur: Verantwortung für Geschichte tragen

Ich selbst komme aus der Kulturbranche bzw. »dem KunstBETRIEB«: Ich habe viele Jahre politische Literatur als Verlegerin verantwortet, war als selbständige Künstlerin ebenfalls oft abhängig von Auftraggeber*innen, betreue in meiner Heimatstadt ein kleines Kulturzentrum, was Sie auch als soziokulturell bezeichnen dürfen. Kultur und Kunst gibt es eben nicht nur in Metropolen und Städten ab 100.00 Einwohner*innen. DIE LINKE will auch im ländlichen Raum bzw. Flächenländern vielgestaltige Milieus erhalten bzw. Neues schaffen.

dr-rolf-grossmann

Dr. Rolf Grossmann. Professor für Digitale Medien und auditive Gestaltung an der LEUPHANA Universität Lüneburg, Fachbereich Ästhetik

Meine Arbeitsschwerpunkte sind:

Technik- und Medienkultur der Musik

Ästhetik der digitalen Medien

Sampling; interaktive Medienkunst.

Klang und Raum: Installationen, Interfaces

Dr. Roland Jerzewski

geb. 27.1.1951 in Braunschweig

1971 – 1976 Studium der Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie in Hannover mit DAAD-Forschungsstipendium in Paris

1977-1979 Referendariat für das Lehramt an Gymnasien in Berlin

1980 -1986 DAAD-Lektor für deutsche Literatur und Sprache an der Universität Bordeaux III, am Institut d’Etudes Politiques und an der Wirtschaftshochschule SUPDECO

1986 Rückkehr in den Berliner Schuldienst, Gymnasiallehrer und Dozent in der Lehrerfortbildung

1990 Promotion in vergleichender Literaturwissenschaft (Germanistik/Romanistik) zum Engagement-Begriff bei Walter Benjamin und Paul Nizan

1998 Goldenes Verdienstkreuz der Republik Polen für die Breslau-Hochwasserhilfe

2001-2008 Deutsch-Polnischer Koordinator der Berliner Senatsbildungsverwaltung,

Entwicklung des Modells einer „Europäischen Begegnungsschule mit Polen“ am Gabriele von Bülow-Gymnasium in Berlin-Reinickendorf, Mitglied deutsch-polnischer Bildungsgremien, Mitinitiator des ersten Polnisch-Lehrbuchs für deutsche Schulen „Witaj Polsko“ und des Deutsch-Polnischen Geschichtsbuchs

2008 – 2016 EU-Lehrkraft an der Europäischen Schule München, ESM-Projektkoordinator, insbesondere „Europa 20 Jahre nach dem Mauerfall“ (2009 – 2012) und „Europäische Identitäten“ (2012 -2016) in enger Kooperation mit den Generalkonsulaten Polens, Spaniens, Italiens, Frankreichs, Ungarns, Tschechiens, Kulturinstituten und -Netzwerken, Stiftungen, Universitäten

2016 Versetzung in den „Ruhestand“ mit einer Französin verheiratet, zwei Söhne

Publikationen zum Engagement-Begriff deutscher und französischer Intellektueller der Zwischenkriegszeit, Anthologie literarischer Texte zur deutschen Frage, Aufsätze zur deutsch-polnischen Bildungspolitik und zur Sprachenvielfalt in Europa, Veröffentlichungen auf Französisch, Schwedisch und Polnisch.

Gerhard R. Koch (*1939) der seit 1952 in Frankfurt am Main wohnte, schrieb bereits als Schüler des Goethe-Gymnasiums kleine Rezensionen für den Lokalteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, unter anderem über Kirchenkonzerte. Er studierte ab 1960 in Frankfurt Germanistik, Philosophie, Geschichte und Soziologie. Hier wurde er vor allem durch die musiktheoretischen Ideen Theodor W. Adornos geprägt.

Von 1975 bis zu seinem Ruhestand 2003 gehörte Koch der Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) an und war für den Bereich Musik zuständig. Die Themenschwerpunkte seiner journalistischen Arbeit bildete das Musiktheater und die neue Musik, sowie die damit verbundene Schallplattenkritik. Er schrieb jedoch auch über Film, Theater und Tanz.

Seit 2003 tritt Koch als Laudator auf, unter anderem bei der Verleihung der Goethe-Medaille des Goethe-Instituts an György Ligeti 2003, der erstmals verliehenen Leipziger Bach-Plakette an Gustav Leonhardt im gleichen Jahr und des Giga-Hertz-Preises an Natasha Barrett 2008. Er schreibt Kritiken und Berichte unter anderem für die neue musikzeitung (nmz), weiterhin für die FAZ und er hält Vorträge und Vorlesungen über musikspezifische Themen.[1][2]

1999 wurde er mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay und 2005 mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main geehrt.

Koch wohnt in Kelkheim-Fischbach. Er ist mit der Sängerin, Gründerin und Leiterin des Ensemble belcanto und Gesangspädagogin Dietburg Spohr verheiratet.

 

art-oliver-simon

Art-Oliver Simon, geboren am 13. Dezember 1966 in Hamburg, schloss 1993 sein Studium an der Musikhochschule Berlin (heute UdK) in den Fächern Komposition, Dirigieren und Klavier in den Klassen von F.M. Beyer und Witold Szalonek ab. Im gleichen Jahr wurde ihm der Kompositionspreis der Stadt Berlin und 1994 der Boris-Blacher-Kompositionspreis verliehen. 2007 erhielt er ein Arbeitsstipendium am Herrenhaus Edenkoben und 2009 ein Arbeitsstipendium der Stiftung: kunstraum sylt:quelle. Von 1993 bis 1995 lebte Art-Oliver Simon in Paris (Frankreich) und besuchte dort am Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique (IRCAM) den cursus annuel de composition. Seit 1998 lebt er ständig in Berlin-Prenzlauer Berg, organisiert Konzerte und tritt als Musiker, Dirigent verschiedener Ensembles oder auch als Liveperformer und Pianist auf. Seine Kompositionen wurden bisher bei größeren internationalen Festivals uraufgeführt: rendez-vous musique nouvelle in Forbach (2002), auf dem Musikfestival Usedom (2004), Konzertreihe white islands Stuttgart (2011), Herbstmusik Berlin (2005/2006), SOUNDWAYS St. Petersburg (2009), Westival Stettin (2009), Festival Pro musica nova Bremen (2012, 2014). Weitere Werkaufführungen in  Paris, Wien, Graz, Köln, Dortmund, Heilbronn, Tübingen und Leipzig. 2013 Gründungsmitglied des art ensemble berlin (aktuelle Besetzung Antonella Bini-Flöte, Art-Oliver Simon-Klavier, Oliver Potratz-Kontrabass>www.simon-artensemble.de). Mit diesem Ensemble gastierte er 2014 mehrfach in Italien, 2015 dann in Österreich und 2017 mit dem Tourneeprojekt Galactic Composers´ Project durch mehrere Städte (neben Berlin Fulda, Stuttgart, Winterthur und Basel), 2018 folgen u.a. erste CD-Aufnahmen mit diesem Ensemble. 2016 produzierte er in Kooperation mit dem Radiosender rbb Kulturradio und dem Braunschweiger Label edition zeitklang seine erste Portrait-Kompositionen-CD mit ausgewählten Werken für Klavier und Gitarre am Funkhaus Masurenallee , mit Jonas Olsson (Klavier) und Jürgen Ruck (Gitarre) als Interpreten. 2015 gründete er – in Ermangelung eines adäquaten Angebots der lokalen Komponistenszene an das Publikum – das staatlich unabhängige Festival OaarWurm mit dem Kulturhaus Alte Feuerwache Berlin-Friedrichshain und seit diesem Jahr zusätzlich mit der brotfabrik Weissensee als starkem Partner(>www.oaarwurm-festival.de). Ein starker Fokus dieses Festivals liegt auf der lokalen und regionalen Komponistenszene sowie auf den bislang im Konzertleben radikal unterrepräsentierten osteuropäischen bzw. ostkirchlichen Raum (z.B. Russland, Georgien, Griechenland). Seit 2010 arbeitet er Art-Oliver Simon auf freier Honorarbasis für den Simon Verlag BW(www.simon-bw.de) und betreut dort sowohl als Lektor wie auch als Kurator sämtliche Musikbuch-veröffentlichungen (darunter die neueste „Manfred Reichert – Fremder Ort Heimat) sowie das composers´program, bestehend aus neuen Partituren und Notenveröffentlichungen von weit über 30 zeitgenössischen Komponisten, zusammen mit der angeschlossenen online-Plattform www.notenvonheute.berlin

Persönliche Webseite des Komponisten: www.simon-artmusik.de

Den Reigen für die auf diesem Festival stattfindenden Konzerte eröffnet dann wie schon im letzten Jahr das art ensemble berlin in der Besetzung Flöte (Antonella Bin)/Klavier(Art-Oliver Simon) und Kontrabass(Oliver Potratz)  mit einem ohne Pause durchgeführten Programm im unmittelbaren Anschluss an die Podiumsdiskussion um ca. 21 Uhr in der Studiobühne des Kulturhauses Alte Feuerwache gleich im zweiten Stock. Es erklingen die Ensemblewerke:

- Michael Quell (Komponist aus Fulda) - Staubaggregation

- Maxim Seloujanow (Komponist aus Wien) - Creations ex nihilo (dieses Werk wird hier zu diesem Anlass uraufgeführt)

- Art-Oliver Simon (Komponist aus Berlin) - Fusion (DNR-Analyse) (Antonella Bini spielt hier auf der in diesesm Stück verlangten sehr tief klingenden Kontrabassflöte in C)

- René Wohlhauser (Komponist aus Basel) - Quamakútsch

(Eintritt 8€)

Bitte besuchen Sie uns im Internet unter der Seite www.oaarwurm-festival.de mit dem kompletten Festivalprogramm

Aktuelles

Fake News und wir. Neue Formen der Macht und des Wissens

Vor einer Dekade veröffentlichte die junge Bibliothekarin und Pädagogin Eva Homeyer Informationskompetenz in Grundschulen. Probleme und Perspektiven für Schüler und Lehrer ISBN 978-3-940862-03-7.Das Buch war hervorragend recherchiert, seht gut geschrieben und erhielt auch ausgezeichnete Kritiken. Es wurde nicht verkauft, daher nehmen wir an, dass es nicht gelesen wurde.       

Fake News, Propaganda und Desinformation im Digitalen Raum ISBN 978-3-945610-55-5 nennt Johannes Elia Panskus sein Buch, das auf der Büchermesse in Leipzig 2020 vorgestellt werden sollte. Eine Entwicklung von 10 Jahren im Vergleich zu dem Buch von Homeyer bei der Digitalisierung, ein Lebensalter, was eigentlich Fortschritte aufzeigen sollte und doch mit der Coronankrise das ganze Elend der Digitalen Entwicklung in diesem Land nur anhand dieser Publikationen vor Augen führt. Mangelnde Ausstattung mit hardware, wie eine fehlende Integration in den Unterricht, die die nicht wahrgenommene Verantwortung auf den Schultern einiger leidenschaftlicher nerds ablegte, die aber weder durch eigene Weiterbildung noch durch Unterstützung der Schulleitungen, mögen es die Schulen selber oder deren höheren Funktionen sein, umgesetzt wurde. Politische Digitalpakte helfen dann weniger, wenn nicht der Erwerb der digitalen oder Informationskompetenz als Zielvorgabe definiert und verfolgt wird.

Die Corona Krise brachte es an den Tag, als von heute auf morgen, Kinder mit Hilfe der elektronischen Medien unterrichtet werden sollten und es bedurfte dem Beispiel einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen, in der der Unterricht wirklich de facto in dieser Art stattgefunden hat. – Ohne Eltern und ohne genervte Kinder. Der Ministerpräsident von Thüringen will weitere Lockerungen der Corona Verbote, um die Wut der Mitbürger und die Flut der Fake News einzudämmen. Was für eine Verwechslung von Ursache und Wirkung. Fake News sind nicht Folgen eine Wut, sondern Folgen mangelnder Ratio und wie die Familienministerin bei der montäglichen TV Sendung von hart aber fair sagte, die sogenannten digital natives können das Internet in ihrer Tiefe und Breite nicht nützen, es sind digitale Verbraucher, die Amazon jetzt einen Riesengewinn bescheren, aber nicht als Informationsquellen nutzen, die den fake News den Boden entziehen würden.

Mit der Aufklärung der Neuzeit bekam der Glauben an Teufel und Hexen neuen Auftrieb, manchmal auch genutzt von der Kirche, um Menschen in ihrem gehorsamen Unglauben zu lassen. Wenn die Kirche auch damals geglaubt haben mag, ihre Macht auf diese Art zu bewahren, es war ein Irrtum.  Der Staat von heute möge es die nationale, kommunale oder Länder-Ebene sein, deren Interesse dem Machterhalt oder Zuwachs gilt,  sie sollte diesen Irrtum nicht verfolgen. Es hört sich einfach an und verliert doch durch die Wiederholung jede Wahrheit. Fake News, irrige Ansichten lassen sich nicht durch einmalige Gespräche aus der Welt schaffen, sondern nur durch Informationen, den rechten Zugang zu ihnen und den Umgang mit diesen Werkzeugen. Mit zwischen Informationsflut und Wissenswachstum – Bibliotheken als Bildungs-und Machtfaktor der modernen Gesellschaft wies W. Umstätter schon vor Jahren auf diesen Paradigmawechsel in der Macht hin, und verknüpfte ihn mit der Forderung nach einer neuen Infrastruktur, auch den Wechsel und die neue Wertigkeit, die Information und Wissen mit sich brachte und bringt. Dies hat sich nun neu bewahrheitet. Corona bringt es an den Tag. Dies  und wurde nicht nur von einem Teilnehmer des unten genannten Hart aber fair in das Publikum getragen. Viele Mittel für die Lufthansa aber anscheinend immer noch keine für die Zukunft. Wie wird unsere Zukunft aussehen, wer wird sie sichern? Ungeklärte Fragen und keine Antwort.              

Unsere Autoren- eine Hommage des Simon-BW-Verlages

Der Simon-BW- Verlag wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Das ist nicht alt. Er ist immer noch der Benjamin im Vergleich zu vielen älteren und größeren Verlagen. Wir wollen auch die Schwierigkeiten kleiner selbstständiger Verlage durch keinen Bericht unseres Kampfes ums Überleben ergänzen, sondern wir wollen dem Fundus unserer Arbeit, unser Zentrum, unsere Überlebensbasis, den Quell unserer Freude in unserer täglichen Arbeit in den Mittelpunkt dieser Chronik stellen, unsere Autoren.

Weiterlesen ...

Stephan Büttner

Wie sich die Informationswissenschaft in der digitalen Transformation behauptet

Zwei vielversprechende Ansätze, um sich immer wieder neu zu etablieren

Stephan Büttner (Hrsg.), Die digitale Transformation in Institutionen des kulturellen Gedächtnisses - Antworten aus der Informationswissenschaft, Simon Verlag für Bibliothekswissen, Berlin 2019.

Weiterlesen ...

Information Literacy darf nicht nur ein Traum sein.

Open Access hieß die Devise, als das Internet die Hoffnung auf freien Zugang zu alles Informationen ohne Schranken versprach. Information Literacy wurde gefordert, damit alle nicht nur den Zugang zu den Informationen hatten, sondern auch im vollen Umfang nutzen konnten. Aber schon vor mehr als zwanzig Jahren, damals belächelt von allen Informationssprofis, veranstaltete die Friedrich Ebert Stiftung einen Kongress zum Hass im Internet. Aktuell ist deutlich geworden, nicht nur Hass und Verleumdung, sondern Fehl-, Falsch und Desinformationen verfälschen die Räume und Träume vom barrierefreien Open Access.

Weiterlesen ...

Fake- News: - Fehl Falsch- und Desinformation

Open Access war die Devise , als das Internet die Hoffnung auf freien Zugang zu alles Informationen ohne Schranken versprach. Information literacy wurde gefordert, damit alle mit dem neuen Medium umgehen konnten und  nicht nur den Zugang zu den Informationen hatten sondern auch im vollen Umfang nutzen konnten. Aber schon vor mehr als 20 Jahren, damals  belächelt von allen Informationssprofis, veranstaltete die Friedrich Ebert Stiftung einen Kongress zum Hass im Internet . Die Gegenwart zeigt uns heute, nicht nur Hass und Verleumdung, sondern Fehl Falsch und Desinformationen  verfälschen die Räume und Träume des Open Access. Schon Stefan Hauff-Hartig. Fehl-Falsch und des Informationen aus dem Blickwinkel der Informationswissenschaften weist auf die Kenntnis des Kontext  hin, um den Wahrheitsgehalt von Informationen zu entschlüsseln. Willi Bredemeier erfragt von Spezialisten und Hochschullehrern Die Zukunft der Informationswissenschaft, hat die Informationswissenschaft eine Zukunft ? Gegenwart und Zukunft, Perspektiven, Forschungsfronten und Fragen an die Folgen der Digitalsierung sind nur einige Punkte der hier vorgelegten Untersuchung .Mit dem Sammelwerk  Die digitale  Transformation in Institutionen des kulturellen Gedächtnisses hat Stefan Büttner Antworten aus der Informationswissenschaft auf die Umwälzungen der Digitalisierung herausgegeben. Nicht nur Bibliotheken und Forschung sondern auch Museen und  Institutionen stehen  vor Forderungen einer neuen Zusammenarbeit, die von jedem digital literacy erfordert und damit die  früher geforderte information literacy dramatisch weiter entwickelt.  Diese information literacy wird nur von einigen Institutionen und Wissenschaftlern  gefordert, sondern von jedem einzelnen, damit er nicht verständnislos in einer Welt verloren geht, die sich dramatisch verändert.

Amazon – Seien Sie sorgfältig !

Nicht jedes Buch, was Sie bei Amazon bestellen, wird an den Verlag weitergegeben. Bestellen Sie direkt bei uns per Email oder auch telefonisch. Jedes Buch aus unserem Verlag wird Ihnen innerhalb eines Tages geliefert.

Die andere Bibliothek

BRIEF AN EINE ALTBEKANNTE von Richard David Lankes – als Vorbereitung für den Bibliothekartag Juni 2018 in Berlin und für die Zukunft

Liebe Bibi,

Du bist nicht die einzige Bibliothekarin, die sich Sorgen um die Zukunft der Bibliotheken macht. Entweder bekommt man gesagt, Büchereien seien altmodisch oder überflüssig geworden, oder man hört, dass Bibliotheken in Zukunft eher als eine Art Stadtteilzentrum fungieren sollen, eher Erlebnisse als Lesefähigkeit und Bildung vermitteln sollten. Du fragst Dich, warum wir eigentlich ein neues Bibliothekswesen benötigen, das die Rolle der Büchereinen - und Deine eigene - in einer modernen und diversen urbanen Gesellschaft neu denkt.

Weiterlesen ...