Männer und Frauen sind gleichberechtigt ---- eine langer Kampf - er ist nicht zu Ende.

Nachdem die Weimarer Verfassung den Frauen das Wahlrecht gewährt hatte, setzte Frau Elisabeth Selbert 1948 in einem zähen Kampf die Aufnahme von Artikel 3, Absatz 2 in das Grundgesetz durch, Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Eine Revolution, die nicht zu Ende ist und von vielen Kämpfen begleitet wurde. Bis 1957 dauerte die Reform des Bürgerlichen Gesetzbuches, weitere 10 Jahre bis das Standes zuweisende Fräulein aus dem Vokabular verschwand und noch heute sind die Entscheidungsgremien in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft überwiegend männlich. Nicht nur die me too Debatte trug dazu bei, dass sich die Gesellschaft zunehmend des noch immer herrschenden Mangel an sozialer Gleichberechtigung bewusst ist.

Es betraf nicht nur die Arbeiter oder die sogenannten unteren Schichten. Es ist erstaunlich, wie positiv adlige Frauen Krieg und Vertreibung beurteilen, weil diese sie aus dem Zwang zwischen Haushaltsführung und Kindererziehung befreiten und Weg zu eigenen beruflichen Selbstständigkeit öffneten, siehe dazu Barbara Mansfield Wir sind nicht besser, aber anders Nehmen wir den Beruf des Bibliothekars als Beispiel bis in die siebziger Jahre hinein gab es in diesem Beruf mit vorwiegend weiblicher Besetzung eine weibliche Direktorin in Deutschland .Sie leitete die Medizinische Bibliothek in Ulm, dafür war sie die erste und mutigste im Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung .Aber schon vor einigen Jahren wurde ein neuer Dialog gefordert: Der Genderfaktor. Macht oder neuer Dialog? Mit Genderblick auf Bibliotheken oder Bibliotheken im Genderblick. Hierin liegt aber das Geheimnis der Gleichberichtigung, die so lange auf sich warten ließ und heute noch der Machttreiber in vielen Erscheinungen des Zusammenlebens ist. Erst Bildung und Ausbildung erlaubten Frauen einen Dialog auf Augenhöhe und machte Ihre Stellung im Arbeitsleben auf Mannes Gnaden unnötig und man kann hoffen, bald obsolet. Es war der rechtliche, heiß umkämpfte Art 3, Absatz 2 des Grundgesetzes, das wir mit Recht heute feiern. Er stieß eine Entwicklung an, die Deutschland mehr als alle anderen Reformen verändert hat und hier liegt auch die Hoffnung für die Zukunft, gleichberechtigt auch in den Bildungschancen. Den älteren, noch lebenden Frauen waren sie nicht gegeben. Bildung und Ausbildung ist die Basis für eine positive Weiterentwicklung dieses Versprechens:.Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Deshalb gehören Bibliotheken gefördert und nicht abgewickelt, wie es immer noch geschieht, auch gerade in Brandenburg.